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2 (1857)
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113
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det, auf. Nachdem die Lösung völlig erkaltet ist, wird mitAetzammon gefällt, der Niederschlag auf weissem Fliesspapier,welches über ein aufgespanntes Kolatorium ausgebreitet ist, ge-sammelt, mit wenigem kalten Wasser ausgewaschen, nach demAbtröpfeln zwischen mehrere Lagen Fliesspapier geschichtetund vor dem Einfluss des Tageslichtes geschützt in' gelinderWärme (bei 40 bis 60° C.) getrocknet. Fällt man die heisseLösung oder wäscht man mit heissem Wasser aus, so wird derNiederschlag theilweise zersetzt und statt eines schönen weis-sen Präparats erhält man ein gelbliches. Auch das Auswa-schen mit vielem Wasser verändert das Präparat auf ähnlicheWeise. Da der Aetzsublimat sowie der weisse Präcipitat sehrgiftige Körper sind, so muss man beim Auflösen des erste-ren und beim Sammeln und Trocknen des Niederschlages mitVorsicht zu Werke gehen und eine besondere Reinigung dergebrauchten Gefässe nicht unterlassen. Die Ausbeute beträgtdurchschnittlich so viel wie die angewendete Menge Aetz-sublimat.

Vorgang. Werden 2 Aeq. Quecksilberchloridlösung(HgCl)und 2 Aeq. Aetzammon (NH 3 ) zusammengemischt, so zerfällt1 Aeq. des ersteren in Chlor und Quecksilber und 1 Aeq.Aetzammon in Wasserstoff (H) und Amid (NH 2 ). Der Was-serstoff tritt an das andere Aeq. Aetzammon und bildet damitAmmonium (NH*), welches mit dem Chlor zu Chlorammoniumoder Salmiak sich vereinigt Das Quecksilber tritt aber andas Amid und bildet Quecksilberamid, welches sich mit demanderen Aeq. Quecksilberchlorid, welches keine Zersetzungerfuhr, verbindet und sich mit demselben als Quecksilberchlo-ridamid (HgCl-j-NH 2 Hg) ausscheidet, während das Chloram-monium in Lösung bleibt. 2HgCl und 2NH 3 bilden NH*C1und HgCl-f NH 2 Hg. Zur leichteren Uebersicht diene folgen-des Schema:

Hg CI NH 3 NH 3

HgCI

NH 4

NH 2

NH 4 C1(Salmiak.)

NH 2 Hg

Hager.

HgCl+NH 2 Hg(weisser Präcipitat)Kommentar Bd. II.