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2 (1857)
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«/" Mercury, white Precipitate, wihte Mercury - chalk; weisser

Präzipitat, weisser Quecksilberpräcipitat, Quecksilberchloro-

amidid, Quecksilberchloridamid.

Pll. Bor. Acht Unz. Quecksilberchlorid (Sublimat)werden in zwölf Pfd warmem destill. Wasser getostund der erkalteten und filfrirlen Losung unter UmrührenAelzammon flüssig keit ein Pfd oder so viel zugesetzt,als zur Niederschlagung erfordert wird. Der Niederschlagwird durch ein Filter abgesondert, mit destill. Wasser, wel-ches mit einer geringen Menge Aetzammonflüssigkeit ver-setzt ist, abgewaschsn, an einem dunklen Orte getrocknetund vom Lichte entfernt in gut verschlossenen Gefässen sehrvorsichtig aufbewahrt.

Pll. Sax. Eine beliebige Menge Quecksilberchlorid wirdin einer hinreichenden Menge destill. Wasser gelöst, filfrirt,mit der hinreichenden Menge Aelzammonflüssigkeitversetzt und der Niederschlag ausgesüsst, getrocknet und ineinem verschlossenen Gefüsse aufbewahrt.

Pll. Ilaillli.. Iliimi.. SI. Hol§. Zu einer filtrirten Lö-sung von acht Unz. Quecksilberchlorid und achtUnz. Chlorammonium in acht Pfd heissem gemeinenWasser wird so lange eine wässrige Lösung des kohlensau-ren Natrons getröpfelt : , als dadurch ein weisser Niederschlagentsteht. Dieser wird mit einer massigen Menge Wasserausgewaschen und an einem schattigen Orte (zwischen Fliess-papier bei -j- 15—20° R. Ph. Sl. Hols.J getrocknet.

Der weisse Queeksilberpräcipitat wurde zuerst von Rai-mund Lull im 13. Jahrh. dargestellt, indem dieser Mönch eineLösung von salpetersaurem Quecksilber und Salmiak mit Pott-asche versetzte. Die Zusammensetzung des weissen Quecksil-berpräcipitats wurde (1836) von Xanr, später von Ullgren mitvieler Genauigkeit geprüft. Diese wiesen nach, dass das ausder Quecksilberchloridlösung mittelst Aetzammon gefällte Prä-parat keinen Sauerstoff enthalte, vielmehr eine aus Quecksil-berchlorid und Quecksilberamid bestehende Verbindung sei.

Von den oben gegebenen Vorschriften zur Darstellungdieses Präparats ist die der Ph. Bor. unbedingt die einfachsteund verdient auch den Vorzug, weil man danach immer einPräparat von gleicher Zusammensetzung und Beschaffenheit er-hält. Die Darstellungsweise hat keine Schwierigkeiten. DenSublimat zerreibt man zu einem groben Pulver und löst ihnunter Umrühren in dem fast kochendheissen destill. Wasser,welches sich in einem irdenen oder porcellanenen Topfe befin-