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2 (1857)
Entstehung
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sammengesetzt, gänzlich glatt, dunkelfarbig und haben ei-runde, feinstachelspifeige Endlappen. Der Geruch ist mäu-seartig. Die Blumen sind weiss. Das Kraut wächst anmit Schult bedeckten Orten Deutschlands. Es werde vor-sichtig und nicht über ein Jahr aufbewahrt.

PIi. IIa ml».. Kamt.. Sax., 81, Hols.

Coninni niaculatum I.inn Erdschierling.Umbdliferae. Pentandria Digynia.

Hayne Arzng. 1. T. 31. G. u. v. Schi. 12.

Der gefleckte Schierling ist eine zweijährige Pflanze. Erwächst bei uns häufig auf Schutthaufen, an Mauern, alten Ge-bäuden, auf Kirchhöfen und an schattigen feuchten Orten. Erist ein der wichtigsten narkotischen Medicinstoffe und es istwichtig, dass er von jedem Apotheker, wenn sich dies nurausführen lässt, gesammelt, mit Vorsicht und Aufmerksamkeitgetrocknet und aufbewahrt wird. Hier ist überhaupt dasselbezu wiederholen, was Th. I. Seite 1146 über die narkotischen Ve-getabilien im Allgemeinen gesagt ist.

Das officinelle Schierlingskraut ist sehr leicht an der Ue-bereinstimmung folgender 5 Merkmale zu erkennen. 1. Esist völlig glatt, also nicht mit Haaren, Borsten etc. besetzt.2. Stengel und die grösseren Zweige sind rund, hohl, leichtgestreift und in den allermeisten Fällen mit rothbraunenoder purpurfarbenen Flecken bezeichnet. 3. Die tief-fiederspaltigen (2 und 3fach gefiederten) Blätter sind auf deroberen Fläche dunkelgrün und etwas glänzend, auf derunteren blässergrün und nicht glänzend. Die läng-lich runden Blattläppchen endigen in kleine weisslicheStachelspitzchen. 4. Eine vielblättrige Dolden-hülle (Jnvolucrum). Die Hüllchen (invofuce/la) sind einseitig(dimidiafa), bestehen aus 3 bis 4 Blättchen und sind kürzerals das Döldchen {umbellulii). 5 Der mäuseartige oderentfernt kantharidenähnliche Geruch, welcher beim Zerreibender Blättchen in der Hand besonders hervortritt. Verwechseltkann der gefleckte Schierling werden mit:

Ein Stengel mit angeschwollenen Gliedern,von denen die unteren mit steifen Haaren be-

Chaerophyllum bulbosum Linn.Hayne Arzng. 1. T. 32.

I setzt sind. Die Blätter haben linienförmigeiLappen und sind besonders auf den Rippen(mit wenigen kurzen Haaren besetzt. Keine' Doldenhülle. Hiillchen vielblättrig.