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chel färbt es gelb. Das Pulver ist goldgelb. Weingeist lostgegen 80 Proc, Wasser giebt damit eine gelbe undurchsichtigeLösung. Das spec. Gewicht des Gutti wird zu 1,207 angegeben.Auf der Oberfläche mattes, braunrothes, im Bruche nichtglänzendes, wenig dichtes, vielmehr löchriges, krümlichtes, mitSand verunreinigtes Gutti ist verwerflich. Ein solches Guttikommt auch aus Amerika von einigen Hi/pericum-Arten.
Das Gutti besteht aus 70 bis 80 Proc. Harz, 20 bis 25 Proc. Gummiund 5 bis 10 Proc. Wasser und einigen Unreinigkeiten. Alkalien beför-dern seine Auflösung in Wasser und Weingeist. Aetzkali giebt mit Guttieine bluthrothe Lösung, welche sich mit Wasser und Weingeist ohneoder unter geringer Trübung mischen lässt. Wird gepulvertes Gutti mitAether extrahirt und die ätherische Lösung eingedampft, so bleibt einzerbrechliches dunkelorangenfarbenes Harz als Rückstand.
Gutti ist ein drastisches Mittel, welches in Gaben zu 1Drachme schon tödtend wirkt. Stärkste Gabe 4 Gran.An Kinder, welche es zum Färben und Tuschen gebrauchen,verkauft man es nur in kleinen Quantitäten und mit der Be-merkung, dass es sehr giftig ist. Gepulvert wird es nicht vor-räthig gehalten, da die kleinen Mengen, welche in der Recep-tur vorkommen, sehr gering sind und sich leicht im Mörser zer-reiben lassen.
Gelbe Tinte, Citrinamentum, bereitet man durch Auflösen von1 Drchm. zerriebenem Gutti, 5 Gr. Citronensäure und 2 Drchm. Arab.Gummi in einer Mischung aus 4 Unz. Wasser und 3 Drchm Weingeist.Durch Vermischen dieser gelben Tinte mit blauer (s. Th. I. S. 1084) er-hält man eine schöne grüne Tinte, Viridamentum.
4*y psum.
Gypse; Gypsum; Gyps, Gips.
Fll. SI. Hols- Ein weisslicher Stein, welcher sich mit demMesser leicht ritzen lässt, im Feuer zerfällt, in Wasserschwer löslich ist und mit den Säuren nicht aufbraust. Spee.Gew. 2,2 bis 2,4. Vorgezogen werde blättriger Gips, wel-cher ein blättriges Gefüge hat, durchscheinend und unterdem Namen Marienglas bekannt ist.
Gips ist ein in der Natur vielverbreitetes Mineral, welchesaus schwefelsaurer Kalkerde besteht. Je nach der Textur undForm unterscheidet man ihn als Gipsspath, körnigen Gips, Fa-sergips etc. Je weisser und farbloser der Gips ist, um so we-niger ist er gemeinlich dann mit fremden Mineralstoflen verun-