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Finger und Pillenmaschine ankleben und daher ohne einigenVerlust sich nicht formiren lassen. Die Anwendung einerGummilösung beim Uebersilbern der Pillen ist unter Argenlumfoliatum (Th. I. S. 629) erwähnt. Um schlechtschmeckendePillen süss zu machen, befeuchtet man die Pillen, welche je-doch nicht weich sein dürfen, mit einem konc. Gummischleimund schüttelt sie noch feucht mit einer trocknen pulv. Mi-schung, welche aus 3 Th. Zucker, 1 Th. Milchzucker und ^ Th.Stärkemehl besteht.
Trochisci pectorales albi bestehen aus 1 Th Arab, Gummi und2 Th. Zucker.
Ctattf.
Gummi Guttae s. Gutti, Gutta Gamba; Gomme glitte; Camboge,Gamboge; Gummigutt, Gutti.
PI). Bor. Ein dichtes zerbrechliches undurchsichtiges gelblich-rolhes, zerrieben gelbes, angefeuchtet hellgelbes Gummiharzin grossen Stinken, von anfänglich kaum bemerkbarem, hin-tennach scharfem süsslichen Geschmack. Es kommt ausChina von einem unbekannten Baume. Es muss vorsichtigaufbewahrt werden.
PI). Blaiiili.. SEanii.. Sax., SI. Hol.«.
Theils kennt man nicht die Mutterpflanzen, welche dasGutti liefern, theils ist man über die botanischen Namen unddie Gattung vieler als Mutterpflanzen des Gutti beschriebe-nen Bäume nicht einig. Garcinia Cambogia, Stalagmites Cam-bogioides, Hebradendron Cambogioides, Xanthochymus ovalifoliaetc.sind Benennungen für Gewächse, von welchen Gutti gewon-nen werden soll, welche aber nach neueren Nachrichten keinGutti liefern:
Das Gummigutt wird über die Ostindischen Handelsplätze7.U uns gebracht. Man unterscheidet eine Waare in Röhrenund in Kuchen. Die Siamesische Sorte soll die beste sein.Es ist ein aus den abgebrochenen Zweigen und verwundetenStämmen eines Asiatischen Gewächses ausfliessender und ein-getrockneter gummiharziger Saft. Gutes Gutti bildet gelbrotheoder safranfarbige, innen etwas hellere undurchsichtige, amRande der Bruchstücke etwas durchscheinende, dichte, etwasglänzende Stücke. Die Bruchfläche ist muschelig, glänzendund nicht löcherig. Der Geruch ist schwach und nicht ange-nehm, der Geschmack süsslich, hintennach scharf. Den Spei-Hager. Kommentar Bd. II. 2