Druckschrift 
2 (1833) Zusammengesetzte Mittel
Entstehung
Seite
858
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

5

s

i

g

»/.<

^

858

tüiarta exploratoria rulielacla

CKai-ta explorawli» rudesaeta. Gcröthetcs Reagens-

Älpler.Blaues Reagenspapier werde durch desiillirtcn Essig oderdurch sehr verdünnte Salzsäure roth gefärbt, dann getrocknetund aufbewahrt.

Die hellblaue, durch die angezeigten Säuren, oder auch durch sehrverdünnte Phosphorsäure geröthete Lackmustinctur ist ausnehmend em-pfindlich für Alkalien, indem selbst eine 4»,nunfache Verdünnung einerAuflösung des Kalls die blaue Farbe der Tinctur wieder herstellt. Dochwird dieselbe Farbenveränderung auch durch kohlensaure Erden, die imWasser aufgelöst sind, hervorgebracht, eben so durch basische Metall-salze , z. B. durch basisches salpetersanres Bleiorpd, basisches salpetersau-res Quecksilberolydul u. s. w.

Von dem gerötheten Lackmuspapier gilt dasselbe, was bei dem ge«wohnlichen Lactmuspapie: angeführt worden.

Es sind auch wohl noch andere Reagentien für Alkalien im Gebrau-che, nimlich:

Rhabarbertinctur und Rhabarberpavier. Erste« wirdaus t Th. gröblich zerstoßener Rhabarber mit Zn Th. Wasser bereitet undsoweit verdünnt, daß die Farbe hellgelb ist. Diese gelbe Farbe wirddurch freie Alkalien in die rothe verändert, die mehr oder weniger sichins Braune zieht, aber auch dem Pfirsischblüthrothen sich nähert. Sieist ein ungemein empfindliches Reagens, und namentlich werden dadurchdie schwächern vegetabilischen Laugensalze, die wenig mehr auf Veilcken-s«fr, Alkannatinctur und selbst auf Kurfumetinctur wirken, angezeigt.Ein so verdünntes Kattwassei, daß nur noch i^^ Kalk in demselbenenthalten ist, bringt noch eben eine schwache Rdthung der gelben Tintehervor, und für Aetzkali ist die Grenze der noch eben bemerklichen Farben-änderi'ng die i5«,0oufacke, für kohlensaures Kali die I0a,annfache. Zweifachkohlensaures Kali und Natron, also alles dasjenige, was in Mineralwäs-sern mit überschüssiger Kohlensäure verbunden vorkommt, ist ohne Wir-kung auf das Rhabarberpapier. Dieses muß nur hellgelb gefärbt seyn.

Kurlumetinctur und Kurknmepapier. Die Tinctur wirddurch Ausziehen der gröblich zerstoßenen Wurzel mit Weingeist bereitet, undbeim Gebrauche mit Wasser bis zur bellgelben Farbe verdünnt. Die Farbewird durch freies Laugensalz in das Vraunrothe verändert. Sie giebt derRhabarbertinctur an Empfindlichkeit wenig nach. Pfaff hat das Kurku-mepapier empfindlicher gefunden, wenn es etwas stark gefärbt ist. EineAuflösung, welche nur „z^ reines Ammoniak enthält, bräunt das Papiernoch merklich. Die alkalischen Vicarbonate, folglich auch das zweifachkohlensaure Natron, wie es gewöhnlich in Mineralwässern vorkommt, wir-ken nicht auf das Kurlumepapier, und erst nach dem Kochen tritt dann die