OKarta exploratoria ooerule«
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Th. Wasser auf einen Theil derselben, also im Ganzen mit 12,50a Th.Wasser, und man wird eine noch sehr merklich blaugefärbte Tinctur und andieser ein höchst empfindliches Reagens für freie Saure haben. Von einermit 25,oun Th. Wasser verdünnten Tinctur ist 1 Th. Schwefelsäure nochim Staube l72,3no Th. zu röthen, und sie zeigt umgekehrt noch in°',ü°Schwefelsäure in einer Auflösung an. Nächst der Schwefelsäure ist dieLackmustwctur am empfindlichsten für Salzsäure, dann für Salpetersäure,Weinsäure, Klcesäure. Nach Kirwan wird die Lackmustwctur von ei-nem Mineralwasser noch geröthet, wenn der Antheil an holbverbundenerKohlensäure (wenn es nämlich zugleich kohlensauren Kalk und Talkerdeaufgelöst enthält) nur z des Umfangs des Wassers, und der ganz freienKohlensäure nur ,', desselben ausmacht. Pf äff hat sogar noch einigeRöthung beobachtet, wenn reines Wasser nur ,', seines Umfangs Kohlen-sänre, also ungefähr ,^55 seines Gewichts enthält. Bemerkenswertist es auch hier, daß, wie bei den Trübungen durch andere Reagentien,bei großer Verdünnung die Röthung nicht im Augenblicke der Zumischungeintritt, sondern daß dann mehrere Secunden vergehen, wo sich aberdie blaß violettrothe Farbe schnell durch die ganze Flüssigkeit verbreitet.Auch muß noch bemerkt werden, daß, wenn verhältnißmäßig nickt vielSchwefelsäure genommen wirb, so daß nur eben noch dieRö'the erscheint,diese nach längerer oder kürzerer Zeit wieder verschwindet, eine violetteFarbe zum Vorscheine kommt, ja nach 24 Stunden die blaue Farbeganzlich wieder hergestellt wird, so daß man also aus dem Wiederver-schwinden der rothen Farbe nicht unbedingt auf Kohlensaure als ihreUrsache schließen kann. Liquide Fybrothionsäure röthet zwar in geringerMenge zur Tinctur beigemischt dieselbe, doch nicht so Hellroth wie die an-dern Säuren, sondern mehr purvurroth, und in größerm Verhältnissezerstört sie die Farbe ganzlich. Diese Entfärbung rührt nach Desfossesvon einer Desorydation des Lackmus (ähnlich der des Indigo D.) her, d»durch Neutralisation mit Alkalien bei Ausschluß der Luft die blaue Farbenicht wiederhergestellt wird. Chlor zerstört die Farbe sogleich ohne Vor-gängige Röthung. Auch reine Blausäure röthet die Lackmustinctur. DieAuflösungen der meisten Metallsalze röthen die Lackmustinctur.
Zur Bereitung des Lackmuspapiers taugt manches Papier, welchesmit Chlor gebleicht ist, nicht, indem es dann rothe Flecken bekommt.Die dazu dienende Lackmustinctur muß die gehörig helle Tinte haben.Bei Prüfung auf Säure muß man das Papier eine kurze Zeit in Berüh-rung mit der zu untersuchenden Flüssigkeit lassen, wenn etwa die Röthungnicht sogleich eintritt. Es ist übrigens viel weniger empfindlich, als dieTinctur; da indeß die Lackmustinctur leicht verdirbt, so findet das Lack-muspapier, wenn gleich weniger empfindlich, doch häufigere Anwendung.Durck Kohlensäure oder Blausäure geröthet nimmt das Papier in kurzerZeit seine blaue Farbe wieder an, ebenso durch Essigsäure, jedoch erstnach einigen Tagen.
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