Oleum Änimals aetnereum
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Es wetde in einen gläsernen Kolben gegossen, mit Hülfe einesTrichters, damit nicht die Seiten des Kolbens verunreinigt wer-den. Dann, nachdem ein Helm und ein Aufnahmegefäß ange-fügt und gut lutirt worden, geschehe die Destillation bei einersehr gelinden Wärme des Sandbades, so lange ein dünnes Oelübergeht. Das auf diese Weise erhaltene Oel werde mit der-selben Vorsicht in einen neuen Kolben mit dem vierfachen Ge-wichte Wasser gegossen , und nachdem ein ganz reines Aufnah-mcgcfäß angefügt worden, werde es wiederum bei gelinderWärme überdesiillirt, so lange es völlig klar wie Wasser er-scheint. Es werde sogleich in gläserne Flaschchen gegossen, diemit einem gläsernen Stöpsel genau verschlossen, umgekehrt un-ter Wasser eingesenkt und an einem dunkeln Qrte aufbewahrtwerden müssen.
Es sey sehr klar, farblos oder wenig gelblich, von einem sehrstrengen und gewürzhaften Gerüche.
Das ätherische Thieröl wurde zuerst von Nippel dargestellt, indemer das aus dem getrockneten Blute erhaltene empyreumatische Oel wie-derholten Destillationen unterwarf, es fuhrt daher auch jetzt noch seinenNamen. Das Verfahren zur Gewinnung desselben ist in der obigenVorschrift angegeben, erfodert aber gelinde Destillationswärme und großeReinlichkeit. Nicht selten jedoch ist das im Handel vorkommende stin-kende Thieröl bereits der Destillation zur Gewinnung des ätherischenTbieröls unterworfen worden.
Das ätherische Thieröl ist ein wasserklares, sehr dünnflüssiges Oel von0,75 spec. Gew.; es riecht äußerst durchdringend, brenzlich, ätherisch, nichtso widrig als das stinkende Thieröl, und hat einen balsamisch scharfen,Hintennach kühlend bittern Geschmack. Es ist sehr flüchtig, leicht entzündlich,und nächst demNether die leichtesteFlüssigleit. Es enthält nach Döber-einer Blausäure (wahrscheinlich blausaures Ammoniak). Es wird durchLuftzutritt sehr schnell verändert, wird erst gelb, dann braun, endlich schwarz-braun und dickflüssig wie das stinlende Thieröl; es muß daher in kleinengläsernen Fläschchen mit Glasstöpseln unter Wasser aufbewahrt werden.Mit Terpenthin gemischt röthet es sich an der Luft. Es ist in Wasseretwas löslich, i Th. in 80TH., und ertheilt demselben Geruch und Geschmack.In Weingeist und Aether ist es leicht löslich, mit den Alkalien bildet esseifenähnliche Verbindungen. Mit rauchender Salpetersäure entzündet essich; mit weniger Salpetersäure bildet es ein Harz; es löst sich reichlichdurch Digestion in wäßriger Salzsäure auf, von der es durch Schwefelsaure
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