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2 (1833) Zusammengesetzte Mittel
Entstehung
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Volum des absorbirten Sauerstoffs ersetzt; es bildet sich aber keinWasser. Das Ocl wird allmälig immer dickflüssiger, verliert an Ge-rüche und verwandelt sich in ein zuletzt erhärtetes Harz, bisweilensehen sich Krpstalle von Benzoesäure ad. De Saussure fand, daßfrisä, destillirtes Lavendelö! in 4 Wintermonaten bei einer Temperaturunter -^ 12° C., 52ma! sein Volum Sauerstoffgas absorbirt und seindoppeltes Volum Kohlensäuregas gebildet hatte; es hatte sich aber nochnicht völlig mit Sauerstoffgas gesättigt. Stearopten aus Nnisöl absor-birtc bei einer Temperatur, wobei es geschmolzen blieb, in 2 Jahrensein t;nfaches Volum Sauerstoffgas, und bildete 26mal sein VolumKohlensäuregas. Ein Oel, welches sich so zu orpdiren angefangen hat,besteht aus Harz, aufgelöst in unverändertem Oele, das sich durch De-stillation mit Wasser abscheiden läßt. Man muß daher, wenn man dieätherischen Oele unverändert erhalten will, sie in kleinen und vollgefüllten,mit gut eingeschliffenen Stöpseln versehenen Flaschen im Dunkeln aufbe-wahren. Werden sie in großen nur zur Hälfte oder darunter angefülltenFlaschen, die oft geöffnet werden, aufbewahrt, so sind sie bald verdorben»Die ätherischen Oele sind in geringem Grade in Wasser auflöslich. Dasdamit geschüttelte Wasser uimmt den Geruch und Geschmack des Oels an.Das mit den Oelen zugleich überdestillirende Wasser ist eine gesättigte Auf-lösung von Oel in Wasser. Sie lösen sich auch in Alkohol auf, und zwarum so besser, je wasserfreier dieser ist. Einige ätherische Oele, welche kei-nen Sauerstoff enthalten, wie z. B. Terpenthinöl, Citronenil, sind in ei-nem wasserhaltigen Alkohol, der Lavendelö! u. <,. in großer Menge auflöst,sehr schwer ouflöslich. De Sa ussure schließt aus seinen Versuchen, daßdie flüchtigen Oele in demselben Verhältnisse, als sie Sauerstoff enthalten,in Alkohol leicht auflöslich seyen. Diese Auflösungen der ätherischen Oelew Alkohol bilden unsere sogenannten riechenden W'ffer, wie Tau cle L«>v»ncle, K»u äe ologne, 6»u 6« 1«5MIN u. dergl. Diese Auflösungenweiden von Wasser getrübt, welches die flüchtigen Oele ausscheidet. Siesind auch in Aether auflöslich.

Die ätherischen Oele lösen im Kochen Schwefel auf, der beim Erkal»ten der gesättigten Auflösung in rothen prismatischen Krystallen anschießt.Bei fortgesetztem Kochen mit Schwefel zersetzt sich das Oel unter Gaseitt-wick.lung, und es entsteht eine stinkende, braune, schmierige, noch nichtgehörig untersuchte Masse. Eben so lösen sie Phosphor im Kochen auf,und setzen beim Erkalten den größten Theil wieder ab. Die Auflösung leuch-tet im Dunkeln (vergl. i. Th. S. 776.). Gießt man sie in ein Glasgefäß,welches man gut verschließt, und schüttelt sie um, so daß die innere Flächedes Gefäßes überall damit befeuchtet wird, so wird es in dem Augenblicke,wo man es im Dunkeln öffnet, leuchtend.

Chlorgas wird von den ätherischen Oelen aufgenommen, die sich da«durch auf ähnliche Weise, wie durch Orndation in der Luft, verändern; dieVerbindung scheint «us Chlorwasserstoffs««« und einer harzartigen Substanz