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2 (1833) Zusammengesetzte Mittel
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I^Huor ^mmonii caußtici

überwiegend bleiben, die neue Verbindung muß ein elektro - positiverStoff, eine Base, seyn.

Das Ammoniak ist bei der gewöhnlichen Temperatur gasförmig, Gu »-ton-Morveau hat es indeß schon früher durch Erkältung bis— 52° E.und Bussy in neuerer Zeit dadurch in flüssiger Gestalt dargestellt, daßer das Gas durch eine mit Quecksilber gesperrte Möhre leitete, eine Erwei-terung derselben mit Baumwolle umgab, diese mit tropfbarer schwefligerSäure befeuchtete, und auf diese eiuen Luftncom richtete. Die durch dieschnelle Verdampfung der schwefligen Säure hervorgebrachte große Kaltebrachte das Ammoniakgas in die flüssige Gestalt, wo es eine farblose, sehrdünnflüssige Flüssigkeit bildete, die einige Grade über— 4u° C. ins Kochenkommt, und wieder Gasgestalt annimmt. DasAmmonlakgas selbst ist farb-los, riecht sehr steckend, reizend, erweckend, es ist nicht vermögend, dasBrennen zu unterhalten, es ist vielmehr selbst brennbar, und verwandeltsich in Wasser, Stickstoff und auch etwas Salpetersäure, die Flamme einerhineingesentten Kerze wird daher erst größer, ehe sie verlöscht. Thiere ster-ben darin. Es wirkt nicht ätzend; schmeckt scharf alkalisch, röthet auch dasvollkommen trockne Kurkumepapier, und grünt Veilchensaft, welche Farben-Veränderungen beim Aussetzen an die Luft verschwinden. Spec. Gew. —0,5912. Kommt Ammoniakgas mit irgend einer gasförmigen Säure, Koh-lensäure, Salzsäure, Essigsäure, in Berührung, so wird es sogleich conden-sirt und bildet einen schneeähnlichen Niederschlag von kohlensaurem, salzsau-rem, essigsaurem Ammoniak. Diese Reaction ist so bedeutend, daß, wennes auf keine andere Art bemerkt werden kann, es sogleich dadurck entdecktwird, wenn man einen mit Salpeter-, Salz- oder Essigsäure befeuchtetenGlasstöpsel oder Glasstab nahe über die Substanz bringt, in welcher manAmmoniak vermuthet, wobei sich ein leichter Nauch um den Glasstaberzeugt. Mit den Säuren bildet das Ammoniakgas eigenthümliche Salze.Vom Waffer, selbst im gefrornen Zustande, wno es begierig eingesogen:legt man ein wenig Eis oder Schnee hinein, so wird das Gas augenblicklichabsorbirt, der Schnee schmilzt, und es entstebt Kätte, weil zum Schmelzendes letztern mehr Wärmestoff erfodert wird, als das Gas bei seiner Ver-dichtung hergiebt. Nach Davy absorbirt 1 Maß Wasser bel-s- 10° R.und bei 29,» Zoll engl. Barometerstand höchstens ß?0 Maß Ammoniakgas,also beinahe die Hälfte seines Gewichts; das spec. Gew. der Flüssigkeitbeträgt alsdann «,8?5. Nach Dalton nimmt das Wasser bei größererKälte noch etwas über die Hälfte seines Gewichts auf, so daß das spec.Gew. bis zu 0,85» sinkt. 6 Maß Waffer geben in Maß gesättigtes wäß-riges Ammoniak. Ein wäßriges Ammoniak, dessen spec. Gew. ungefähr 0,9 lbeträgt, kommt nach Berze lins bei-l-45° C. ins Kochen und das Gasverfliegt; dieser Siedepunkt steigt höher und höher, ie mehr die Luft üoerder Oberfläche der Flüssigkeit mit Ammoniakgas gesattigt wird, und je we-niger das Wasser Ammoniak enthält. Nach D «lt 0 n's Versuchen kommteine belm Frostpunkte mit Ammoniak««s völlig gesättigte Flüssigkeit schon