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2 (1833) Zusammengesetzte Mittel
Entstehung
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525
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^i^uor ^mmonii caustici

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fernt ist, während der länger ausgehende Schenkel in eine lange Flaschehinabsteigt, in der sich anderthalb Pfund destillirtes Wasser befinden. DieseVorlagflasche muß hier besonders hoch, und die Rohre 6 —lu Zoll un-ter Wasser getaucht senn; auch muß sie kalt gehallen werden. Die De-stillation wird so lange fortgesetzt, als Ammoniak entwickelt wird, woraufman soviel destillirtes Wasser noch zusetzt, daß mit Einschluß des in dentubulirten Kolben tropfbar übergegangenen Destillats das Gewicht derganzen Flüssigkeit 3 Pfund beträgt. Der Rückstand in der Netorte bleibt,wenn die Befeuchtung gut getroffen ist, in derselben Form liegen, undkann leicht herausgeschüttet werden. Bei dieser Vorrichtung kann, wennauch wegen aufhörender Gasentwickelung in dem Apparate ein luftleererRaum entstehen sollte, die Flüssigkeit aus der Vorlagflascke nur in dentubulirten Kolben, der das iropfbar übergehende Destillat enthält, ge-drückt werden, so daß also dadurch kein Nachtheil herbeigeführt wird.

Unsere Pharmakopoe stellc es aber auch frei, die Aetzammomakssüssig-leit aus einer gewöhnlichen Destillirblase, die jedoch mit einem zinnernenHelme und einem zinnernen Kühlrohre versehen sepu muß, zu destilliren,und dieses Verfahren wild »m allgemeinsten defolgt. Man bringt demnachder Vorschrift gemäß den gelöschten Kalk in die Vlase, schüttet den kleingestoßenen Salmiak hinein, jetzt sogleich den Helm »uf, «erstreicht die Fugenmit einem dicken Mehlkleister, legt Streifen naßgemachter Vlase darüber,die man mit Bindfaden gut befestigt, und setzt ein Gewicht von 20—Zu Pfund darauf, damit das Ammoniakgas de» Hut nicht so leicht ab-werfe. Au das untere Ende der zinnernen Kühlrohre befestigt man eineim Knie gebogene Blechröhre, deren Ende in das Wasser, welches derVorschrift gemäß in die Vorlage gegeben wird, hinabreicht. Vorher hatman das Quantum des ganzen zu erhaltenden Destillais durch einen andie Vorlage in der gehörigen Lage angeklebten Streifen Papier bezeich-net. Hierauf wird die die vorgeschriebene Menge destillirtes Wasser ent-haltende Vorlage an die blecherne Röhre angefügt, so daß der nach untengebogene Thei! in das Wasser hineinreicht, und mit nasser Blase ver-klebt wird. Man kittet jedoch hier ein kleines Glasrohrchen oder emedünne Federsvuhle ein, durch welche die beim Erwärmen der Blase aus-gedehnte, und durch das entwickelte Ammoniakgas verdrängte atmosphä-rische Luft entweichen kann, und verklebt diese kleine Oeffnung erst dann,wenn der Geruch zeigt, daß schou Ammoniakgas entweicht. Man beugthierdurch dem Uebelstande vor, daß die in der Vorlage condensirte atmo-sphärische Luft bei einer nur etwas schwächer werdenden EntWickelung desAmmoniakgases die Flüssigkeit aus der Vorlage in die Kühlrohre treibt,wodurch die Destillation gehemmt, und der Helm abgeworfen wird. Im-mer ecfodert diese Destillation vcrsichtige Regulirung des Feuers, und Kühl«hallen der Vorlage, doch läßt sie sich dann ziemlich schnell und gefahrlosbewirken. Zu empfehlen ist es ferner, nicht eine zu große Menge auf ein-mal zu bereiten; das 2-4fache der Vorschrift läßt sich gut destilliren.

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