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der Flüssigkeit durch eine Sicherheitsröhre zu verhindern. 179t erklärtevanNons dieses Verfahren für unpraktisch, weil sich auf diesem Wegenur wenig Ammoniakgas mit dem Waffer in Verbindung dringen lasse,und ««lug vor, zur Bewirtung der schnellern Verbindung des Ammo-niakgases die Röhre bis in das in der Vorlage befindliche Wasser zuleiten. Dingler zu Augsburg machte l,8ui das bereits von vielen Apo-thekern befolgte Verfahren bekannt, nach welchem 3i Th. Kalk in einerkupfernen Blase mit iu Th, Wasser gelöscht, hierauf 2 Tb. Salmiakzugesetzt, und sodann nach aufgesetztem gut lutiriem zinnernem Helmedas Ammoniak entwickelt und durch eine zinnerne Kühlröhre in die mitetwas Waffer versehene Vorlage, aber nickt mmnttelbar ins Wasser selbstgeleitet wurden. ,8«3 beschrieb Vucholz sein Verfahren, darin beste-hend, daß iS Th. Aetzkalk zum dünnen flüssigen Breie gelöscht und ineinen geraumigen Kolben geschüttet, dann 16 Th. Salmiak hinzugege-ben, ein Helm ausgekittet, und die an diesen aufgekittete Glasröhre aufden Boden einer geräumigen Vorlage geführt werden sollte, welche 24Th. destillirtes Wasser enthielt; die Destillation ist so lange fortzusetzen,bis die Flüssigkeit in der Vorlage 48 Unzen beträgt.
Wenn die Aetzammoniakflüssigtelt aus Glasgeräthen destillirt werdensoll, fo kann man sich der eben beschriebenen von Bucholz angegebenenVorrichtung bedienen, die Feuerung muß aber so regiert werden, daß dasGas nicht zu stürmisch übergehe, die Eutwickelung des Gases jedoch auchnicht aufhöre, weil soust, durch Entstehung eines luftleeren Raumes, dieFlüssigkeit in den Kolben zuriictsteigen würde, daher, so wie die Destilla-tion beendigt ist, sogleich durch Oeffnmig des Helms atmosphärische Luft inden Kolben eingelassen werden muß. Das übergehende Ammomakgas wirdvon dem vorgeschlagenen Wasser unter Absetzung von Warmestoff aufgenom-men, die Vorlage muß also stets kühl gehalten werden, was man dadurcherreicht, daß man dieselbe mit einer Leinwand umgeben in einen Kessel legt,und einen Strahl kalten Wassers darauf leitet. Ist Vorlage und Flüssigkeitso warm, daß das Ammoniakgas nicht ganzlich gebunden werden kann,so wird die Vorlage mit einer Erplosion abgestoßen. Um diesen Uebelstandenzu entgehen, wird man mit Nutzen die vonGelger angegebene Bereitungs-weise befolgen. Räch Geiger nimmt man auf 1 Pf. Salmiak i> Pf. ge-brannten Kalk, löscht denselben zuvor mir dem dritten Theil seines GewichtsWasser zu einem Pulver, bringt d,,s Ganze in eine gläserne Netorte, uudbenetzt es noch mit etwas Waffer, jedoch nur mit so viel, daß das Ganzenicht breiartig wird, sondern sich bei tüchtigem Umschütteln nur in Klumpenballt. Die Retorte wird in ein Sandbad gesetzt, und ein gewöhnlichertubulirter Kolben mit einem steifen Teige aus Mehl oder Mandclkleie alsVorlage angekittet, in dessen Tubus eme hcberförmig gebogene Glasröhremir einem kurzen und einem langen Schenkel so eingekittet wird, daß derkürzere Schenkel derselben bis nahe an den Boden der Vorlage reicht, jedochso, daß er von der übeidcstlMrenden tropfbaren Flüssigkeit t —2 Zoll ent-