Kali carkoniouin aciäuluin
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«n — 65 ° R., oder noch besser nur auf 45 ° R. steigen muß, weil beihöheren Hitzegraden das Bicarbonat zerlegt und Kohlensäure verflüchtigtwird. Trommsdorff (N. I. XVIl. 1. ^28. S- 1?.) hat indessendieses Verfahren nickt vortheilhaft gefunden, denn er erhielt aus «Un-zen einfach kohlensauren Kalis nur 3 Unzen 6 Drachmen zweifach koh-lensaures Salz, so daß die Kosten der verbrauchten anderthalb Unzenkohlensauren Ammoniaks und der Vereitung zu hoch sind.
Zur Bereitung des Bicarbonats ist von der Pharmakopoe die An-wendung des Kalis aus dem Weinsteine vorgeschriebe»; das Kali ausder Potasche enthält nämlich fast immer etwas Kieselerde (Kieselsäure),welche zwar großentheils, jedoch nicht völlig, durch die Kohlensäure ab-geschieden wird. Ein anderer Theil davon wird abgesetzt, während dasSalz nach gelinder Abdampfung anschießt. Die Krvstalle sind ziemlichfrei von Kieselsäure. Die mit Kohlensäure gesättigte Lauge verliert beimKochen wieder einen Theil ihrer Säure, sie muß daher so concentrirtwerden, daß sie entweder schon während der Arbeit, oder doch nachwenigem Abdampfen in einem stachen Gefäße auf einer lauwarmen Stellekrystallisilt. Am besten und regelmäßigsten erhält man das Salz kr»,stallisirt, wenn man es auf einer trocknen Stelle der freiwilligen Ver-dunstung überläßt. Die erhaltenen Kiystalle, welche, wenn Potascken-kali angewendet worden, oft mechanisch mit Kieselerde gemengt sind,müssen wieder in möglichst wenigem Wasser von -j- 5a° C. Warme auf-gelöst werden, und nach dem Fittnren beim Abfühlen wieder krystalllsiren.
Das zweifach kohlensaure Kali krystallinrt in ungefärbten, durch-sichtigen, rhombischen Säulen, die meistens an den Kanten abgestumpft,und mit 2 Flächen zugeschärft sind. Diese Krpstalle efssoresciren an derLuft, indem sie Kohlensäure und Wasser verlieren, und nach und nachin das einfach kohlensaure Kali übergehen. Es schmeckt laugenartig,aber nicht scharf, reagirt schwach alkalisch, und ist in 4TH. kaltem undin z Th. lochendem Wasser löslich. Von lochendem Alkohol erfodert es!2«0 Th. Es laße sich nicht im wasserfreien Zustande darstellen, dennlvenn man das Wasser durch die Hitze austreiben will, so geht auch einAntdeil Kohlensäure verloren, und es verwandelt sich in einfach kohlen«saures Kali. Seine Bestandtheile sind nach Berzelius 4?M Kali,43,95 Kohlensäure und 8,Z7 Wasser; nach Verard 48,92 Kali, 4l,otKohlensäure und 9,07 Wasser. Demzufolge ist es zusammengesetzt aus1 At. Kali, 2 At. Kohlensäure und 1 At. Wasser, und erhält die stö-chiometrische Zahl ll<^ ^Ü-5255,2ü9(n»mlich589,»!6-5-f276,43?.2—) 552,374-l-112,479). Berechnen wir hiernach die Bestandteile die^ses Salzes^ so finden wir 4«,99 Kali, 44,»4 Kohlensäure und 8,97Wasser. Der Sauerstoff des Wassers ist hierbei dem des Kalis gleich.Dieses Salz darf nicht in eisernen Gefäßen aufgelöst werden, weil derUeberschuß an Kohlensäure das Elsen unter Cntwickelnng von Wasserstoffgasauflöst. Die Lauge nimmt eine gelbe oder rotbe Farbe «n, und enthält
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