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Kali carbonicum «ciäulum
auszukittender Deckel, der herablaufende Wände hat, welche in die Ms-sigkeit tauchen, ohne jedoch ganz auf den Voden zu reichen, schließt' denApparat, so daß die äußere Zelle mit der Atmosphäre in Verbindungbleibt; derselbe hat in der Mitte ein Loch, durch welches die Entbin-dungsrohre gekittet wird. Das Gas muß immer von einer Zelle zu derandern durch die Flüssigkeit steigen, indem sie dieselbe in die Höhe drücktund wird auf diese Weise schnell absorbirt. ^
Sehlmeyer (Kastn. Archiv II. S. 493.) sättigte eine Auflösungvon 2 Pfunden einfach kohlensaurem Kali in 3-4 Maß Wasser halbmit Weinstein siz Pfund), und erhielt beim Erkalten der Aussösun« dop-pclt kohlensaures Kali in Krpstallen. Plani«»» (Kastn. Archiv IXS. 332) löste 7^8,5 Gran kohlensaures Natron im doppelten Gewichtewarmen Waffers auf, und filtrirte die Lösung. Diese wurde in einenstarten gläsernen Kolben gegossen, und mittelst eines gut schließendenKortstopsels, in welchem eine ungefähr Zo Zoll lauge Röhre, die obeneinen Kelch angeblasen hatte und unten in eine feine Spitze ausainabefestigt war, verschlossen, und luftdicht verkittet. Die Röhre reichte u«,gefähr 1 Zoll tief unter den Flüssigkeitsspiegel. In den Kelch wurdenI2l,3 Gran Tchwefelsäurehydrat - Vitriol« - (hinreichend, um demkohlensauren Natron die Hälfte der Kohlensäure zu entziehen) gegossen undin der Kühle ruhig stehen gelassen. Die Schwefelsäure zog sich nach undnach in den Ballon (in !2 Stunden), kam also langsam mit der Na-tronlösung in Berührung, daher die entbundene Kohlensäure gleich ae-bunden werden konnte. Da sich nicht alle Säure hineinzieht, so sannman ohne Schaden noch etwas zusetzen. Das neutrale kohlensaure Na-tron krpstalllsirt im Ballon, und zwar um so schöner, je langsamer DasGanze bleibt l-2 Tage in der Kühle stehen; dann gießt man die Auf-lösung des Glaubersalzes ab, wäscht dic Krystalle einigemale mit Wasserund trocknet sie zwischen Fließpapier, oder reinigt sie auch noch durckUmttystMsiren. Auf diese Art lassen sich auch die übrigen kohlensaurenSalze darstellen, man muß nur eine Säure wählen, die mit der Basisein leichter lösliches Salz, als das Bicarbonat, bildet, z, B bei demKali die (schon von Lowitz angewandte) Essigsäure. Nach der alternLondoner Pharmakopoe wird ein Pfund kohlensaures Kali in <6 Unzen de-stillirten Wassers gelöst, und hierzu werden 3 Unzen trocknes kohlensauresAmmoniak zugemischt. Die Auflösun« wird in einer porzellanenen Schaleim Sandbade so lauge erhitzt, bis das entstandene kaustische Ammoniakgänzlich verflogen ist. (Bei Arbeiten im Großen könnte es abdestillirt wer-den.) Sodann mrd, wenn sich Kieselerde ausscheidet, schnell filttirt undzur Krystallisalion m die Kälte gesetzt. Man erhält schön gruppirte Kr«-stalle von GtasFlonz, und die Arbeit ist in einigen Stunden beendigtDiese Methode, welche auch bei der Bereitung des kohlensauren NatronsAnwendung findet, «federt zum Gelingen gelinde Wärme, daher man dieAbdampfung besser im Wafferbade bewirkt, wobei die Temperatur nur auf