4 Ho ll^lll'Äl'F^i'um murlütlcum oorrozlvuin
Säure, und hinterläßt nur ein neutrales Salz. Sie wird auch durchdie Destillation zersetzt. Diese Verbindung scheint also nach Berzeliusein saures Salz M seyn, welches jedoch noch eine nähere Untersuchungverdient. Die Auflösungen des Sublimats, der unmittelbaren Einwirkungdes Sonnenlichts ausgesetzt, setzen nach einiger Zeit Chlorür ab, und dieAuflösung wird sauer. Von brennbaren Körpern, z. B, Gummi, Zucker,Eitrocten, Oelen, Fetten, Harzen, Alkohol und vielen andern organi-schen Stoffen, wird es langsam zersetzt, wobei das Chlorid zu Chlorürrebucirt wird, und dieses geschieht besonders leicht, wenn es vom Son-nenlichte getroffen wird. Netzende Alkalien, Kalk - und Varytwosser, auchMagnesia, schlagen aus den Auflösungen ein gelbes oder pomeranzenfar-benes Quecksilberoryd nieder, das sich erst in dem Momente der Zersetzungbildet; Actzammoniak giebt einen weißen Niderschlag (siehe U^cl«^^««,«mmomÄw murizUcum). Schwefeln'» fferstoffgas bewirkt tu geringererMenge einen weißen, in größerer Menge einen schwarzen Niederschlag (sieheReagentien, >1,u« jl^i-°lulf,Ku«l«). Mit metallischem Kupfer in Be-rührung gebracht, wird dieses mit einem grauweißen Hautchen überzogen,das durch Reiben Politur annimmt. Der Quecksilbersublimat (der alternAnficht zufolge salzsaures Quecksilberoryd) ist eine Verbindung von l At.Quecksilber mit i Doppelatom Chlor, Quecksilberchlorid, welches zu demQuecksilberchlorlir(Kalomel) sich eben so verhält, wie das Quecksilberorydzu dem Quecksllberorydul. Seine stöchiometriscbe Bezeichnung und Zahlist tt^I^ 1/08,472; das Vcrhältniß seiner Bestandtheile ist hiernachberechnet Quecksilber 74,08, Chlor 25,92, so daß, wenn nichts verlorenginge, von l2 Unzen Quecksilber iL,« Unzen Sublimat erhalten werdenmüßten. Nach einer Analyse von Strome per besteht der Sublimataus 8a,58 Quecksilberoryd und 19,42 hypothetisch trockner Salzsäure.
Ueber die bereits erwähnte Zersetzbarkeit des Sublimats findet manVersuche von John Davy in Trommsd. N. I. X. ,. -,825. S.l88,aus denen hervorgeht, daß gepulverter Sublimat für sich von dem Son-nenll'chte nicht verändert, daß aber die Auflösung in Wasser und Wein-geist (die in Aether blieb unverändert) in dem Sonnenlichte zersetztwird; es bildet sich Kalomel, und Säure wird frei unter Entwickelungvon Sauerstoffgas. Dieser Erfolg beruht auf der Zersetzung eines An-theils Wasser, dessen Wasserstoff sich mit einem Antheile Chlor zu Chlor-wasserstoffsäure »erbindet, und dessen Sauerstoff frei wird. Es geht dar-aus die Regel hervor, wäßrige Sublimataustösung nicht lange vorräthigzu halten. Wurde Salzsäure oder Salmiak zugesetzt, so brachte dieEinwirkung des Sonnenlichts während 3 Wochen leine Veränderunghervor. Diese Versuche beweisen, sagt John Dav», daß das Lichtden Sublimat nicht zersetzt, und daß nur dann Zersetzung stattfindet,wenn Verwandtschaften der Stoffe unter sich ins Spiel kommen (diejedoch ohne Mitwirkung des Lichtes ruhen. D.).
Mit fetten und ätherischen Oelen erhitzt sich der Quectsilbersubliwat