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render Körper entdeckte, nannte sie wildes Gas, weiniges oder auch Most-gas, 0«l!^Ive5ll<>, vinorum, inuill. Im Jahr 1864 machte Voyledie wichtige Entdeckung, daß sich durch Uebergießen der Austerschalen undKorallen mit Weinessig eine der Gähruugsluft ähnliche entwickele, die erkünstliche Luft, ^ör factum«, nannte. In demselben Jahre entwickelte auchChristoph W re n diese Luft aus dem Weinsteinöle skohlens. Kalilösungldurch Vitrivlfäure, und aus den Austerschalen durch Salpetersäure. Fried»rich Hoffmann entdeckte sie zu Anfange des 18. Jahrhunderts als einenBestcmdthell mehrerer Mineralquellen, und nannte sie elastischen Mineral-geist der Gesundbrunnen, spiriiu« mine«!i5 el«llioul«, iipirilulluipliii.reu« «eiliereu:, ?r!Niipiun> 5s>iritull5l»n. Black fand diese Luftart 1755als einen Vestandtheil vieler erdigen und alkalischen Stoffe, und trug durchseine Untersuchungen, besonders des rohen und gebrannten Kalkes, sehr vielzur Kenntniß dieser Gasart bei. Wegen ihrer Eigenschaft, mit verschiede-nen Körpern fest verbunden sepn zu können, nannte er sie fire Luft, ^erlixul. Cavendish fand im Jahre i766, daß diese Luftart, sie mögedurch Währung, ober durch Aussösen der Köroer in Säuren, oder durchsErhitzen derselben entwickelt worden seyn, einerlei seu, sich in großen Men-gen in Wasser auflöse, Kalkwasser fälle, und das Krpstallisiren des Kalisbefördere. B ergman, der durch seine in den Iahreu 177« bisi??4angestellten Versuche die saure Natur dieser Gasart, nebst Priest! eyund Keir, am bestimmtesten erkannt hat, nannte sie Luftsäure, ^oi-äum «ereum. Lavoisier aber erkannte 177L die Zusammensetzungdieser Luft, und zeigte, daß fie aus Kohlenstoff und Sauerstoff zusam-mengesetzt sey; er nannte sie Kohlensäure (^ci<le cÄrboniqne).
Die Kohlensäure kommt häusig schon in der Natur gebildet vor. Inder atmosphärischen Luft ist ungefähr o,uui enthalten; in größerer Mengesammelt sie sich oft an tiefern Orten, in Kellern, in mehreren Gruben,wo sich reichlich Materialien befinden, aus denen Kohlensäure gebildet oderentbunden werden kann, aus denen sie dann bisweilen hervordringt; dieBergleute nennen sie wilden Dunstschwaden, bösen Schwaden., Die Hunds»grotte im Königreich Neapel enthält eine Schicht kohlensaures Gas, welche'den Boden derselben bedeckt, und soweit in die Höhe reicht, daß ein in diehöhle getriebener Hund, nicht über dieselbe hinausragend, sogleich von derLiift erstickt wird. In einem Gebirge am See Vgnano befindet sich eineayliliche Höhle von 18 Fuß Länge, die aus demselben Grunde Hunden undandern dergleichen Thieren augenblicklichen Tod bringt. Die Kohlensäure istferner im Wasser, vorzüglich reichlich in mehreren Mineralwässern, enthal-ten. Sie findet sich ferner in großen Quantitäten in verschiedenen Erdar-ten, vorzüglich in den natürlichen Kalkerden, dem Kalkstein, Marmor,Kalkspath u. a., «denen sie 44 Procent ausmacht. Aus diesen kann dieKohlensäure entweder durch bloße Hitze, oder durch die Verwandtschaft einermächtigeren Säure zu der Kalkbase ausgetrieben werden. Die Kohlensäurewird aber auch sehr häufig gebildet, und zwar jedesmal beim Verbrennen