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55^ duprum sulpliulico ammoniatum
Die chemische Constitution dieses Salzes scheint indessen noch nicht ge-il«» erkannt und bestimmt worden zu seyn, denn das vonVerzelius an-gegebene Verhältniß der Bestandteile zeigt augenscheinlich, daß die Mengeder Schwefelsaure lange nicht hinreichend ist, beide Basen, das Ammoniakund das Kupferoryd, zu sättigen. Höchst wahrscheinlich wird dagegen durcheben dieses Verhältniß der Bestandtheile die Annahme, daß dieses Salz einwahres Doppelsalz sey, aus schwefelsaurem Ammoniak und aus kupfcrsau-rem Ammoniak, so daß das Kupferoryd hier nicht als Vase gegen dieSchwefelsäure, sondern als Säure gegen das Ammoniak auftritt. Nachdem vonBerzelius angegebenen Verhaltnisse derVestandtheile,von wel-chem das durch Brandes gefundene (Archiv Nr. 4. S. 292.) nicht sosehr abweicht, nämlich 2«,4toAmmoniak;33,0l7Kupferoivd;3l,753Sckwe-felsäure und 13,358 Wasser, ist dieses Salz zusammengesetzt aus ! At. Am-moniak, 1 At. Kupferoryd, 1 At. Schwefelsäure und 1 At. Wasser, wo-nach es diestöchiometrische Formel2s^N')^ui,"-/-Ü —1538,285 er-halten würde, denn die aus dieser Formel berechneten Verbaltnisse sindfolgende: Ammoniak27,88; Kupferoryd 32,23; Schwefelsäure32,58, Was-ser ?,3t. Wir können aber auch, nicht ohne Grund, dieses Salz als ein wah-res Doppelsalz ansehen, bestehend aus 1 At. schwefelsaurem Ammoniak, iNt.Kupferorydammoniak und 1 At. Wasser; wir bezeichnen es in diesem
Falle als: NU-li ^5ttt'Lu 4- Ü- 1538,285, und berechnen hierausals Bestandtheile: schwefelsaures Ammoniak 46,53; Kupferorpdammo-nial 46,16; Wasser 7,3t. In diesem Doppelsalze wäre dann das Kupfer-oryd- (kupfersaure) Ammoniak als der positive, das schwefelsaure Am-moniak als der negative Bestandtyeil anzusehen.
Ein gutes Präparat muß die angezeigten Eigenschaften haben, alsoeine azurblaue, nicht aber eine hellblaue oder bläulichqrüne Farbe be-sitzen , sonst würde es durch schleckte Aufbewahrung unbrauchbar gewor-den seyn. Em bloßes Gemenge, durch Zusammenreiben von schwefel-saurem Kupferoryd und kohlensaurem Ammoniak bereitet, kann keinelrystallinische Beschaffenheit zeigen, und würde mit Säuren aufbrausen.
Es wird innerlich am besten in Pillenform verordnet, und die Pil-len müssen in einem zugestopften Gläschen verabreicht werden.
Ein zusammengesetztes Kupferpräparat wurde vor einiger Zeit unter demNamen I.!<zu°r Lupri Äinmonizlo- mulistici vonBeißer und Köchlinals Heilmittel, und zwar innerlich gegen Syphilis empfohlen, scheint aberauch beinahe wieder der Vergessenheit übergeben worden zu seyn. Zu derVereitung desselben sollte die Auflösung des Kupfers in Aeßammoniakflüs-sigkeit mit so viel Salzsäure versetzt werden, daß der zuerst entstände»«»Niederschlag wieder aufgelöst wird, und die Flüssigkeit eine grüne Farbe a»-genommen hat. Buchnergab eine bestimmtere Vorschrift: 35 Gra„ inder Kälte bereitetes kohlensauns Kupferoryd werden in verdünnter Salz-säure aufgelöst, die neutrale Auflösung wird mit einer Unze Salmiak und