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2 (1833) Zusammengesetzte Mittel
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OKloretum Oalcariae

ser auf; er betrachtet also den sogcnonüteu basischen Chlorkalk nur alsein Gemenge der neutralen aufiöslichen Chlorverbindung mit trocknemKalke, der kein Chlor aufzunehmen vermag. Hiermit übereinstimmendist die Angabe von Morin (Buchn. Repert. XXIX. S. 44), daßKalkhpdrat, welches auf 4 Ut. Kalk 2 At, Wasser enthält, nur 1 At.Chlor aufzunehmen vermag, daß hingegen Kalkhndrat, aus 2 At. Kalkund 2 At. Wasser gebildet, auch 2 At. Chlor aufnimmt. In die Auflö-sung des Chlorkalks geht eine Verbindung von 1 At. Kalk mit i At.Chlor über. Auch Dingler lPolyteckn. I. XXVI. i»27. S. 225.;Buchn. Nepert. XXVII. S. 3»o) sieht den Chlorkalk als eine völligchemische Verbindung an, da die Auflösung desselben in Wasser immerauf , At. Kalk i At. Chlor enthält, so daß der Chlorkalk als eine demChlorcalcium proportionale Verbindung anzusehen ist.

Berzelins (Poggend. Ann. xii. 1828. S. 52Z. und Iahresber.1829. S. 158.) hat dagegen seine früher aufgestellte Ansicht durch Versucheerläutert und zu beweisen gesucht, daß, wenn Chlor auf nassem Wege miteiner orpdirten Basis vereinigt wird, ähnlich wie beim Schwefel, das ChloreinChlormeiall und einen niederernOrydationsgrad als die Chlorsäure bilde,welcher sich mit dem Oryde zu einem Salze verbindet. Dieses Salz besitztnach Berzelins eine große Neigung Sauerstoff abzugeben, und dadurchbat es die ausgezeichnete Vleichkraft. Welcher Olydationsgrad des Chlorsaber gebildet werde, wird durch die Versuche nickt entschieden. Die Erfah-rung, daß die bleichenden Verbindungen durch Kohlensäure zersetzt werden,läßt sich nach Berzelins aufdie Weise erklären, daß die chlorige Säureihren Sauerstoff an die metallische Basis im zugleich vorhandenen Chlor-metall abgiebt, wodurch diese orvdirt wird und sich nun mit der Kohlen-säure verbindet, das Chlor aber entweicht, wodurch die Zersetzung unun-terbrochen fortgeht. Auf gleiche Weise kann man ein auf nassem Wegeim kaustischen Kali aufgelöstes Schwefelarsen oder Sckwefelzinn durchkohlensaures Gas ausfällen, wenn man dasselbe lange in die Flüssigkeitleitet, ohne daß man die geringste Spur von der orsenlgen Säure oderdem Zinnorvd wahrnimmt, womit das Kali verbunden gewesen ist, weildiese die metallische Basis orydiren, mit der sich die Kohlensäure verbin-den soll. Dingler (Polytechn. I. XXIX. und Buchn. Repert. XXIX.)hat hierauf von neuem Versuche bekannt gemacht, die ihn nicht veranlas-sen, Nerzelius's Meinung beizutreten, sondern es scheint aus densel-ben zu folgen, daß das Chlor als solches in dem Chlorkalk vorhanden sey,nur daß unter Umständen leicht Zersetzungen herbeigeführt werden können.

Wenn aber die Verbindung des Chlors, als solches, mit der Kalkerdeals eine chemische angesehen werden soll, so streitet dies gegen die in derEinleitung aufgestellte Regel, daß sich einfache Stoffe nur mit einfachen,zusammengesetzte nur mit den zusammengesetzten ihrer Ordnung chemischverbinden, und wir haben auch bei <üa!c»r!a mliri<>lic» den Erfolg dadurch«klärt, daß du Kalkerde durch de» Wasserstoff der Chlorwasserstoffsure zu