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2 (1833) Zusammengesetzte Mittel
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Seite gestellt. Je länger die Destillation fortgesetzt wird, desto stärketwird die übergehende Säure. Gegen das Ende der Destillation mußdas Feuer behutsam regulirt werden, weil durch ein zu starkes Feuerder Zeitpunkt, wo der Essig brenzlich zu werden anfängt, weit früherherbeigeführt wird, und die stärkste Essigsäure dadurch verloren geht»Der Mückstand ist eine schwarze dickliche Flüssigkeit von brenzlich sauremGerucke und Gcschmacke, die aber noch viel starte Essigsäure enthält und8«pa ^cel! genannt worden ist. Will man die in dem Rückstande ent-haltene Essigsäure nicht verlieren, so kann man die Flüssigkeit mit Na-tron sättigen, die schmutzige Lauge mit Kohlen kochen, filtrircn undzur Trockne «brauchen. Der erhaltene Rückstand kann zur Bereitung desEssigäthers benutzt werden, nur muß ein etwas größeres VerhältnißSchwefelsäure genommen und der Aecher rectificirt werden.

Ein guter destillirter Essig muß klar und farblos sepn, einen ange-nehmen , rein sauren, nicht brenzlichen Geruch und Geschmack haben,und wenigstens so stark sepn, daß 3 Unzen desselben eine Drachme koh-lens. Kali sättigen. In einem llhrglase muß er sich eben so wie derconcentrirte Eisig völlig ohne Rückstand verflüchtigen, und mit Schwe-felsäure und schwefelwafferstoffhaltigem Wasser versetzt sich völlig frei vonBlei zeigen, welche Verunreinigung von Neihaltigem zinnernem Helmeund Kühlrohre herrühren kann. Indessen kann ein destillirter Essig (undwird es gewöhnlich auch) von Schwefelwasserstoffgas mehr oder wenigergefärbt werden, wenn gleich Helm und Röhre vom reinsten Zinne ver-fertigt sind und der Essig auch wirklich frei von Blei ist. Der frischdestillirte Essig hat nämlich etwas Zinnorvdul aufgelöst, wovon er einetwas «pMsirendes Aussehn erhält, welches beim Versetzen mit Ammo-niak bis beinahe zur Neutralisation noch deutlicher hervortritt, so daß«llmälig ein weißer Niederschlag sich bildet, der in einem Ueberschuß vonAmmoniak zum Thcil wieder auflöslich ist, welches aber nicht der Fallist, wenn der Niederschlag von Blei herrührte. Durch blausaures Eisen«lall wird in dem fast neutralisirten Essig ein weißer Niederschlag hervor-gebracht. Wird ein solcher Essig mit Goldaufiosung versetzt, so nimmter eine mehr oder weniger purpurartigeFarbe an (Cassius's Purpur).Zeigt ein desullirter Essig ein solches Verhalten, so kann die durch Schwe-felwasserstoff in demselben hervorgebrachte braune Färbung von dem auf-gelösten Zinnorydul Herrüdren, welches sich indessen mit der Zeit, beson-ders in Gefäßen, welche der Luft vielen Zutritt gewähren, völlig abschei-det, indem es durch Aufnahme von Sauerstoff aus der Luft in den Zu-stand des Orpds übergeht, und als solches in den Säuren unauflöslichwird, daher denn auch ein einige Zeit aufbewahrter Essig frei von Zinn ist.Es wird nun leicht seyn, sich zu vergewissern, ob durch Sckwefelwasserstoff-gos Schwefelblei oder Schwefelzinn gefallt worden ist, denn man darfnurden verdächtigen Essig verdampfen, wo dann das rückständige essigsaureNlclornd auflöslich, das Zinnoryd aber unauflöslich seyn wird; auch wird