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Xcetum r^lumdicum
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das vor dem Löthrohre reducirte Metalltorn sicherkennen lassen. Ein destil-lirter Essig kann aber auch kuvfcrhaltig seyn, durch Uebersteigen derFlüssigkeit aus der nicht vollständig verzinnten lupfernen Blase. Einsolcher Essig wird, wenn er mit Ammoniak fast neutralisirt ist, mitblausaurem Eisenkali einen rothen Niederschlag geben, und eine in denEssig gestellte blanke Messerklinge wird nach einiger Zeit einen Kupfer-überzug zeigen. Auch dieses Metall wird durch Schwefelwasserstoffgasbraun niedergeschlagen. Weniger empfindlich auf Kupfer ist die lieber»sättigung mit Ammoniak, wodurch der Essig blau gefärbt wird.
Der destillirte Essig muß an einem kühlen dunkeln Orte aufbewahrtwerden.
^oeluin pluinbicum. Bleiessig.
(^cetum «»turninum. Qiyuur ?lumbi aceliei bgzici. ^.i-
Nimm: gereinigtes essigsaures Blei sechs Unzen.Mische es genau mit
dreiUnzen zum feinsten Pulver zerriebener Bleiglätte.In einer kleinen gläsernen Flasche setze hinzu
destillirtes Wasser ein und zwanzig Unzenund setze es bei Seite, das Gefäß von Zeitz« Zeit durchschüt-telnd, bis dierothe Farbe des Bodensatzes völlig verschwundenseyn wird. Dann siltrire und bewahre es gut auf.
Die Auflösung des Mimosengummis muß auf den Zusatzdieser Flüssigkeit getrübt werden. Svec. Gew. — 1,230 —!,24U. _______
Der Bleiessig war schon im ,5. Jahrhundert von VasiliusVa-lentinus gekannt, besondern Ruf alo Heilmittel erlangte derselbe abererst, als Goulard 17s? denselben unter dem Namen Blciertract sovorzüglich empfahl. Scheele untersuchte dieses Präparat und wardererste, welcher erkannte, daß sich die Essigsäure mit dem Bleiorpde zuzwei verschiedenen Salzen vereinigen könne. Als er nämlich in einerAuflösung des Bleizuckers eine Zeitlang Blei liegen ließ, entstand Blei-essig. Diese Erfahrung Scheele's, daß es zwei verschiedene Bleisalzegebe, wurde 4802 von Thenard bestätigt, welcher zeigte, daß mandurchs Kochen einer Auflösung des Bleizuckers mit Bleiglätte ein essig-saures Bleisalz mit mehr Bleioryd von verschiedenen Eigenschaften er,halte, dessen Eigenschaften und Bestandtheile er auch angab.
Der Bleiessig wurde anfänglich dadurch bereitet, daß man Bleiglättemit Weinessig in sehr verschiedenen Verhältnissen sieden ließ, bis man von
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