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^cetum äk>8li1I»tuin
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g«s ist zugleich ein Reagens auf schweflige Saure, in welcher derSauerstoff an den Sckwefel nur so lose gebunden ist, daß beim Zu-sammentreffen von schwefliger Saure mit Schwefelwasserstoffgas derSauerstoff der erstem und der Wasserstoff der letztem zu Wasser zu-sammentreten, hierdurch der Schwefel aus beiden Verbindungen ausge-schieden wird und eine weißliche Trübung erzeugt.
Da ein guter concentrirter Cssig stets von gleicher Stärke ist, soerfodert er auch stets eine gleiche Menge Allali zur Sättigung und fin-det daher auch zu diesem Zwecke, vorzüglich zur Bereitung des I^i,uc>-«l Ämmllniüci »e«lici, häufige Anwendung.
^oetum «leslillatum. Dcstillirter Essig.
Den Essig desiillire mit einem Zusätze von ungefähr demsechzehnten Theile gepulverter Kohle aus einer gla-fernen Retorte oder kupfernen Destillirblase, die verzinnt undmit einem aus reinem Zinne verfertigtem Helme und Kühlrohreversehen ist. Der sechzehnte zuerst übergehendeTheil werde verworfen und die Destillation solange fortgesetzt,als ein klarer, farbloser und von Brenzlichem freier Essig crhal»ten wird. Bewahre ihn in gut verschlossenen Gefäßen auf.Drei Unzen müssen zur Neutralisation einer Drachme von
dem aus dem Weinsteine bereiteten kohlensauren Kali hinreichen.
Die Darstellung»eines reineren Essigs aus dem rohen Essig vermittelstder Destillation scheint der Araber Albukasis, der im t l. und »2. Jahr-hunderte lebte, zuerst beschrieben zu haben, und das von ihm befolgte ein-fache Verfahren wird auch noch jetzt benutzt. Im Jahr 1786 machteLowitz die interessante Erfahrung bekannt, daß man durch einen Zu-satz von i'z gepulverter frisch geglühter Holzkohle das frühe Nrenzlich-werden des Essigs verhüten, die Destillation länger fortsetzen, und da-her auch einen weit stärkeren destillirten Essig darstellen könne.
Um destillirten Essig zu bereiten, bedient man sich gewöhnlich einerkupfernen gut verzinnten Destillirblase, Helm und Kühlrohre müssen abervon recht reinem englischen Zinne verfertigt sepn, weil sonst, wenn dieseTheile des Destillirapparats von bleihaltigem Zinne sind, auch der destillirteEssig bleihaltig wird. Die Blase fülle man i voll, setze 1^ frisch ausge-glühte, grob zerstoßene Kohlen hinzu, und gebe im Anfange schwaches Feuer,damit nicht der Essig durch die rasch entwickelten spirituösen Dämpfe zumUebersteigen gebracht werde. Das erste Destillat enthält daher auch sehrwenig Säure, da die Essigsäure weniger flüchtig ist, als die spirituösenund die wäßrigen Theile, und zeigt einen schwachen Weingeistgeruch, derbisweilen etwas ätherisch ist. Dieser erste Theil des Destillats wird beiDull's preuß. Pharmak. II. 9
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