Druckschrift 
2 (1833) Zusammengesetzte Mittel
Entstehung
Seite
125
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

^cetuin concentratum

125

Mens. Kali enthalten also l«,9?6 Kali (und 5,n24 Kohlensäure), tonKali enthalten lL,95 Sauerstoff (und 82,«5 Kalium), ,6 Unzen Kalienthalten also t,«6 Sauerstoff. Die Sättigungscapacitat der Schwefel-saure ist i ihres Sauerstoffs, d. h. die Sauerstoffmenge der Schwefel«säure ist 3mal so groß als die Sauerstoffmenge in dem zu ihrer Neutra-lisation eifoderlichen Mali, hier also !,86. 3--5,53; es wird also soviel rohe Schwefelsäure von i,850 erfoderlich sepn, daß darin 5,58 Sauer-stoff enthalten sey. 613,6446 rohe Schwefelsäure enthalten 3W Sauer-stoff; wenn also 3cw Sauerstoff in «3,6446 Schwefelsäure enthalten sind,so sind die erfoderlichen 5,Zz Sauerstoff in 11,414 Vitriolöl enthalten;es werden also auf ,6 Unzen kohlensaures Kali in Unze rohe Schwefel-säure erfodert. Der geringe Ueberschuß von einer halben Unze ist im All-gemeinen nicht hinderlich, d« bisweilen das Vitriolöl nicht das voraus-gesetzte speclfische Gewicht hat, und ein geringer Ueberschuß von Schwefel-säure auch das Entstehen von bcenzlicher Essigsäure verhindert, daherdenn auch in dem Falle, daß das svec, Gewicht bedeutend niedriger seynsollte, die Menge der Säure nach Verhältnis vermehrt werden müßte.Auf der andern Seite ist aber auch ein großer Ueberschuß von Schwefel-säure zu vermeiden, weil hierdurch Veranlassung zur Verunreinigungdes Destillats mit Schwefelsäure und nnt schwefliger Säure gegeben wird.Die vorgeschriebenen 12 Unzen r°l,er Schwefelsaure müssen mit sUnzen gemeinen Wassers verdünnt werden, welches auf die Weise ge-schieht, daß man das Vitriolöl in kleinen Portionen zu dem Wasser seht,nicht umgekehrt, und ein Zerspringen des Glases bei der entstehendenstarken Erhitzung vermeide:. Die jetzt verdünnte Säure läßt sich nun mitder schon vorher in eine gläserne Retoite gegebenen, das effigs. Kallenthaltenden Flüssigkeit ohne die mit der concenttirten Schwefelsäure er-folgende heftige Erhitzung und Reaction vermischen. Das Hineingießender Salzlauge sowohl als der Säure in die Netorte geschieht am zweck-mäßigsten durch einen langhalsigen umgebogenen Trichter

^

wodurch jeder Verunreinigung des R^ortenhalses vorgebeugt wird, wel-cher auch dadurch begegnet wird, daß man nach dem Eingießen derFlüssigkeiten den Netorlenhals mit zwei Unzen destillirten Wassers nach-spült. Die zwei Unzen recht fein zerriebenen Braunsteins, welche schonvorher durch eine langgezogene Papiertiiie in die Retorte zu schütten sind,werden in der Absicht zugesetzt, um das Entstehen der schwefligen Säureund der brenzlichen Essigsäure durch den Ueberschuß an Sauerstoff, dender Braunstein leicht abgiebt, zu »erHüten.

We:,n sämmtliche Substanzen in die Retorte, die höchstens bis z ihresRaums angefüllt semi muß, hineingebracht sind, und durch gelindes Um-schütteln die Mischung derselben bewirkt worden ist, so wird die Retort'

>5