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2 (1833) Zusammengesetzte Mittel
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^cetum concentpatuin

nach den Regeln del Kunst in die Sandcapelle eingelegt, ein hinreichendgroßer Ballon angefügt, und die Fugen genau verklebt. Den aus demSandbade hervorstehenden Theil der Netorte bedeckt man zweckmäßig miteinem Hut von Pappe, der aber das Glas nicht berühren darf; man schütztdadurch den freistehenden Theil der Retorte vor der Abkühlung durch dieäußere Luft, und die in demselben bei der Destillation vorhandenen Essig-dämpfe vor zu früher Verdichtung, wodurch also die Destillation selbst sehrerleichtert und befördert wird. Diese wird bei vorsichtiger Feuerung, wäh-rend welcher die Vorlage immer kalt gebalten wird, damit nicht die elasti»schen Dämpfe der Essigsäure den Apparat zersprengen, soweit fortgesetzt,bis alle flüssigen Theile übergegangen, und der Inhalt der Retorte trockenist. Auch selbst gegen das Ende der Destillation muß man das Feuer nicktzu sehr verstärken. Vei zu sehr verstärkter Hitze wird nämlich nickt nuraus Pein noch etwa vorhandenen unzersetzten essigs. Kali, wenn die Schwe-felsäure nicht das gehörige specifische Gewicht gehabt haben sollte, brenzlicheEssigsäure ausgetrieben, sondern es wird auch durch die vorhandenen schlei-migen und ertractiven Theile eine Zersetzung der Schwefelsäure herbeige-führt, schweflige Säure und auch brenzliches Oel erzeugt, endlich wird auchdie etwa überschüssige Schwefelsäure zum Theil mit übergetrieben. D« in-deß die Destillation bis zur völligen Trockne fortgesetzt werden muß, umnicht die stärkste Säure zu verlieren, so thut man wohl, wenn fast allesübergegangen und der Rückstand in der Netorte schon ziemlich trocken ist,die Vorlage, welche das Destillat enthält, mit einer neuen zu vertauschen.Doch ist eine so starke Hitze auch selbst gegen das Ende nicht einmal nöthig,wenn sie gleich auf der andern Seite auch nicht zu schwach senn darf, weildie Salzmasse die letzten Antheile der Feuchtigkeit mit großer Kraft zurück-hält, bei zu geringer Hitze erstarrt, und ein Zerreißen der Netolle noch vorVölliger Beendigung des Proceffes herbeiführt. Sollte das Destillat dennocheinen schwefligen oder brenzlichen Geruch zeigen, so muß es über eine Unzerecht fein zerriebenen Braunstein rectiflcirt werden; enthält es aber Schwe-felsäure, deren Gegenwart durch einen auch in zugesetztem Wasser unauflös-lichen Niederschlag, welcher essigsaure Varvtlosnng darin hervorbringt, an-gezeigt wird, so muß die Ratification über eine nach Verhällniß des Nie-derschlages hinreichende Menge essigsaures Kali vorgenommen werden.

Die Gewinnung des concentrirten Essigs auf die hier beschriebene Weiseberuht auf der größeren Verwandtschaft der Schwefelsäure zum Kali alsdiejenige ist, welche die Essigsäure zum Kali hat, und zugleich auf derFlüchtigkeit der letzteren in mäßig verstärkter Hitze. Kommt also die Schwe-felsäure mit dem essigsauren Kali in Berührung, so wird dieses zersetzt, dieausgeschiedene Essigsäure nebst den wäßrigen Theilen verflüchtigt, das neu-gebildete schwefelsaure Kall aber im Rückstande gelassen. Da die Essigsäurenicht so flüchtig ist, als das Wasser, so werden die wäßrigen Theilchenleichter verflüchtigt, und zuletzt destillirt die stärkste Säure über. Es ist vor-hin erwähnt worden, daß das gewöhnliche aus Pottasche gewonnene tohlens.

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