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Einleitung
Partikeln Sauerstoff ausgetauscht werden würde, irgend eins vonden Salzen entstünde, welche die nämlichen Radicale in ihremoxydirten Zustande hervorbringen können.
Die elektro-negativen Schwefelmetalle, von welchen man durchErfahrung weiß, daß sie diese Art von Verbindungen mit dem Schwe-fel eingehen können, sind die des Selens, des Arsens, des Wolf-rams, des Molybdäns, des Antimons, des Tellurs, des Zinns unddes Goldes, wozu noch die des Platins und des Rhodiums kommen.Von Chrom, Titan und Tantal kennt man dergleichen Verbindun-gen noch nicht. Auch der Schwefelwasserstoff, der Schwefelkohlen-stoff und der Schwefelcyanwasserstoff verhalten sich in dieser Hinsichtwie die elektro-negativen Schwefelmetalle.
Sowie elektro-positive Or^de sich zuweilen mit einander verbin-den, so vereinigen sich auch bisweilen elektro-positive Schwefelme-talle, z. B. Schwefeleisen mit Schwefelkupfer, und die Natur stelltdavon im Mineralreiche eine ziemlich große Anzahl in Krystallformdar. Sie sind größtentheils so zusammengesetzt, daß, wenn sie oxy-dirt werden, ein schwefelsaures Doppelsalz daraus entsteht. Sieentsprechen Doppelsalzen von zwei Basen mit einer Säure. Sehrselten kommen deren drei, auf eine solche Weise verbunden vor, daßsie für eine einzige und wirttich chemische Verbindung angesehen wer-den können.
Die Arten, Schwefelsalze zu erhalten, können mannigfach seyn.l) z. B. in Wasser aufgelöstes Schwefelkalium wird mit dem elek-tro-negativen Schwefelmetall verbunden, welches sich dann in derFlüssigkeit auflöst, bis das Schwefelkalium gesättigt ist, worauf danndieses Salz angewandt wird, um durch doppelte Zersetzung mit ei-nem Sauerstoffsalze, mit irgend einer andern Salzbasis, das Radicalderselben in den Zustand eines Schweftlsalzes zu versetzen. 2) InWasser aufgelöstes wasserstoffschwefiiges Schwefelkalium wird mitdem gepulverten elektro-negatiuen Schwefelmetall vermischt, welchessich dann auflöst und Schwefelwasserstoffgas mit Aufbrausen aus-treibt, gerade so, wie wenn kohlensaures Gas mit Aufbrausen voneiner stärker« Sauersioffsäure ausgetrieben wird. 3) Auflösung deselektro-negativen Schwefelmetalls in kaustischem Alkali; dabei oxydirtsich das Metall auf Kosten des Kalis zu Säure, welche sich mit ei-nem andern Theile des Kalis zu einem metallsauren Salze verbin-det. Das hierbei reducirte Kalium verbindet sich mit dem Schwe-