E i n l e i t u
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Verbraucht worden, welche demzufolge die von der Schwefelsäure inder Base gefederten 19,96 Sauerstoff enthalten muffen. Wenn ab»r117,16 Kali 19,96 Sauerstoff enthalten, so enthalten 100 Kali16,95 Sauerstoff, nämlich 117,76 : 19,96 ^-100 : 16,95. DasKali besteht also in 100 Th. aus 16,95 Sauerstoff und 83.05 Ka-lium. Auf diese Art ist der Sauerstoffgehalt in mehreren Oxyden,welche nicht unmittelbar analysirt werden konnten, gefunden und be-stimmt worden. Das Einzige, was sich bei einem Salze nicht be-rechnen läßt, ist sein Gehalt an Krystallwasser, der durch Versuchegefunden werden muß, und obschon der Sauerstoff dieses Wassersimmer ein Multiplum und selten ei» Submultiplum vom Sauer-stoffe der Basis ist, so ist doch dieses Multiplum bei den verschiede-nen Salzen, welche von einer Basis gebildet werden können, sehrveränderlich. Ja auch Hei einem und demselben Salze kann dieMenge des Krysiallwassers veränderlich seyn, je nach Verschiedenheitder Temperatur, bei welcher das Salz anschießt, wobei es sehr häufigauch eine andere KrystaUform annimmt, z. B. Borax, Glaubersalz.
Aus der gleichen Sättigungscapacität einer Säure für alle Ba-sen folgt, daß die Menge verschiedener Basen, welche zur Sättigungeiner gewissen Säure ersoderltch ist, immer in einem bestimmten Ver-hältnisse mit denjenigen Quantitäten derselben Basen, die zur Sätti-gung einer andern Säure erfodert werden, steht, so daß man vonder bekannten Menge der Bestandtheile in einigen Salzen einen ziem-lich sichern Schluß auf ihre Mengen in andern Salzen machen kann,wo man sie vorher nicht kannte. So verhält sich z. V. die MengeKali, welche 100 Th. Schwefelsäure sättigt, zu der Menge Natron,welche eben so viele Theile dieser Säure sättigt, wie sich das Kalizu dem Natron verhält, welche beide 100 Th. Salpetersäure sätti-gen. Wenn nun die Sättigungscapacität der Schweftlsn,re 19,96,die der Salpetersäure aber 14,76 beträgt, so folgt daraus, daß die-jenige Menge Kali, welche 19,96 Sauerstoff enthält, zu einer MengeNatron, Baryterde oder irgend einer andern Basis, deren Sauerstoff-gehalt 19,96 ist, sich verhalten müsse, wie eine 14,76 Sauerstoffhaltende Menge Kali sich verhält zu einer Menge Natron, Baryt,oder irgend einer andern Basis, welche 14,76 Sauerstoff enthält.Daher kommt es, daß zwei in Wasser aufgelöste n'eutrale Salze,wenn man sie mit einander mischt, ihre Neutralität beibehalten, selbstwenn sie einander zerlegen. Werden Z. B. schwefelsaures Kali und