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Einleitung
17 Procent Sauerstoff in dem Kali annehmen, so sind in den 48Kali 8,16 Sauerstoff enthalten. Demzufolge erfodern die 52 Essig-säure, welche mit den 48 Kali verbunden sind, 8,16 Sauerstoff inder Base, ION Essigsäure verlangen also 15,69, beinahe genau über-einstimmend mit der von Berzelius angegebenen Zahl 15,665,durch welche nämlich die Capacität der Essigsture bestimmt wird.Da nun die Essigsäure 46,99 Procent Sauerstoff enthält, so ist dieCapacität der Essigsäure ^ ihres Sauerstoffes. 100 Th. Essigsäureerfodern also von einer beliebigen Base so viel, daß 15,665 Sauer-stoff in derselben enthalten sind. Der Baryt z. B. besteht aus 89,55Baryum und 10,45 Sauerstoff; wenn also 10,45 Sauerstoff in100 Baryt enthalten sind, so finden sich die zur Sättigung von100 Essigsäure erfoderlichen 15,665 Sauerstoff in 1/>9,85 Baryt.10,45 : 100 ^ 15,665 : 149,85, wornach sich also die Zusam-mensetzung des essigsaure» Baryts berechnen läßt, und eine Analysedesselben, welche sehr abweichende Resultate gegeben hat, kann nichtrichtig seyn.
Es wird gefragt, wie viel essigsaurer Baryt erfoderlich ist, um100 Th. schwefelsaures Kali zu zerlegen?
100 Th. schwefelsaures Kali bestehen, wie wir oben gesehenhaben, aus 54 Kall und 46 Schwefelsäure.' 100 Th. Schwefel-säure erfodern aber 19,96 Sauerstoff in der Base, es werden alsodie 46 Tb. Schwefelsäure 9,181K Sauerstoff in der Base erfodern.10,45 Sauerstoff sind aber in 100 Baryt enthalten, es finden sichdemnach die gefoderten 9,1816 Sauerstoff in 87,86 Baryt. 10^5 >.100 -^ 9,1816 : 87,86. Da wir die Zusammensetzung des Ba-ryts kennen und wissen, daß in 100 Th. desselben 40 Essigsäureund 60 Barnt enthalten sind, so kennen wir auch leicht berechnen,in wie viel essigsaurem Baryt die gefoderten 87,86 Baryt enthaltensind; wenn nämlich 60 Baryt in 100 essigsaurem Baryt enthaltensind, so finden sich die 87,86 Baryt in 146,5 essigsaurem Baryt.60- 100 — 87,86: 146 5.
Es ist einleuchtend, daß man auch umgekehrt, wenn die Sät-tigungscapaciiät einer Säure bekannt ist, aus der Menge Basis,welche zur Neutralisation der Säure erfoderlich ist, den Sauerstoff«gehalt in dem Oxyde berechnen könne; z. B. die Sättigungscapacitätder Schwefelsäure ist bekannt, nämlich 19,96; um 100 Th. Schwe-felsäure zu sättigen, sind in dem angestellten Versuche 117,76 Kali
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