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Einleitung
salpetersaurer Baryt in der Auflösung mit einander gemischt, so wirdso viel Baryt von der Salpetersäure sich lostrennen, und so vielschwefelsauren Baryt bilden, daß sein Bauerstoff auf 100 Schwefel-säure 19,98 betrage; das aus der neutralen Verbindung mit derSchwefelsäure ausscheidende Kali wird dagegen so viel salpetersauresKali bilden, daß sein Sauerstoff auf 100 Salpetersäure 14,76 be-trage, d. h. die beiden neügebildeten Salze sind eben so neutral, alsdie, welche zersetzt wurden.
Gewisse Salze haben die Eigenschaft, mit einem bestimmtenileberschusse von Säure sich zu verbinden und mit dieser überschüssi-gen Säure zu krystallisiren. Diese Salze schmecken sauer, reagirenwie Säuren und werden daher saure Salze genannt. In denselbensind die Basen gemeiniglich entweder mit 1^ oder mit 2, 3, 4 malso viel Säure als in dem neutralen Salze vereinigt, und so vielman bis jetzt gefunden hat, giebt es zwischen diesen keine Zwischen-stufen. Wollaston hat einen sehr einfachen Versuch angegeben,wodurch sich diese Multipla in der Zusammensetzung der sauren Salzebeweisen lassen. M^n wägt z. B. zwei gleiche Theile saures oxal-saures Kall ab, verbrennt den einen Theil zu Asche, und sättigt dannden andern damit, welcher dadurch völlig neutral wird. — Von die-ser Art der Salze sind z. B. das saure schwefelsaure Kali, das saureweinsteinsaure Kali (^,emc>r lüil-iri) u. a.
Andere Salze haben das Eigenthümliche, daß sie mit einemUeberschusse an Basis krystallisiren und niedergeschlagen werden. Diesenennt man basische, oder mit Basis übersättigte Salze, z, B. dasbasische essigsaure Bleioxyd (Bleiessig). In den basischen Salzen istdie Säure mit 1^, 2, 3, 4, K bis 12 mal so viel Basis gesättigt,als sie im neutralen Salze von derselben Basis aufnimmt. Aus derSättigungscapacltät der Säure, verglichen mit ihrem Sauerstoff-gehalte, lassen sich die Verhältnisse berechnen, in welchen sie mitBasis übersättigt werden kann oder nicht. Z. B. die Schweftlsiureund überhaupt alle diejenigen Säuren, welche in ihren neutralenVerbindungen 3 mal so viel Sauerstoff als die Basis enthalten, neh-men nicht gern 2, und vielleicht nie 4 mal so viel Basi« auf, alssich im neutralen Salze befindet, sondern nehmen 1^, 3, 6 und12 mal soviel davon auf. Dagegen können solche Säuren, welchedoppelt oder 4 mal soviel Sauerstoff, als die »eutralisirende BasisentHallen, in den basischen Salzen nicht das 1Z oder 3 fache von
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