Einleitung
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Körper aus ihrem Bau erkennen, und denselben nur unter günsti-gen Constellationen, so wie mit einem mysteriösen Verfahren be-nutzen dürft. Wenn nun demnach auch die hart scheinenden Urtheile,die besonders in neuerer Zeit über Paracelsus gefüllt worden sind,nicht unbegründet erscheinen, so ist doch auch nicht in Abrede zustellen, daß sein Treiben und Wirten besonders für die medicinischeChemie von entschiedenem Einflüsse gewesen ist. Er suchte feineSchüler und Zeitgenossen zu überzeugen, daß ohne genaue Kenntnisseder Chemie (von ihm noch Alchemie genannt) alles ärztliche Wissenund alles philosophische Forschen gehaltlose Grübelei sev. Das Be-streben Gold zu machen, erklärt er zwar für eitel Thorheit, jedochspricht er von der Verwandlung der Metalle, und von unermeßli-chen Schützen, die er dadurch den Nachkommen hinterlassen werde.Er führte in den medicinischen Gebrauch ein: die Mineralsüuren, ver-schiedene Eisen-, Spießglanz-, Blei-, Kupfer-, Arsenik- und Queck-silberprüparate, so wie die Allalien und verschiedene Salze. Dieorganische Assimilationskraft nannte er den Archüus, und behauptetevon diesem, daß er die eingenommenen Nahrungsmittel assimilirbarmache. Paracelsus beschloß sein unstetes Leben im Jahre 1541im Hospital M St. Stephan in Salzburg. Seine Schriften, mei-stens nach dem Tode von seinen Schülern herausgegeben, und auf364 berechnet, sind ins Lateinische, Griechische, Italienische undFranzösische übersetzt worden.
Das alchemisiische Treiben dauerte noch immer fort. Die Gold-koche fanden jetzt häufig an den Höfen gute Aufnahme, ja nochim Anfange des 17. Jahrhunderts sing die Gesellschaft der Roftn-lreuzer in Deutschland an, Aufsehen zu erregen. Sie vertheidigtennicht nur die Verwandlungskunst der Metalle und die Universalarz-nei, sondern behaupteten auch, durch Kabbala und Zahlen, die nurdurch besondere göttliche Vorsorge den Weisesten, Unsichtbaren undUnbekannten aufbehalten worden wÜren, alles zu erforschen, so daßauch nicht einmal die Gedanken verborgen bleiben könnten, und der-gleichen mehr.
Doch fand die Chemie auch tüchtige Arbeiter. Andreas Li-bav, ein berühmter Arzt und Chemiker (er lehrte die Transfusiondes Blutes aus einem lebenden Körper in den andern), hat sehr dieChemie gefördert. Ioh. Baptist van Helmont, 1571 zu Brüsselgeb., war einer der berühmtesten Aerzte und Chemiker seiner Zeit;
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