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Einleitung
Uebertritt zum Christenthume sehr auf Beförderung der Künste undWissenschaften gewirkt.
Mit der Mitte des 7. Jahrhunderts beginnt die mittlere Ge-schichtsperiode der Chemie, welche sich bis etwa über die Mitte des17. Jahrhunderts hinaus erstreckt, also einen Zeitraum von unge-fähr 1000 Jahren umfaßt.
Die Einwohner des glücklichen Arabiens, die viele Jahrhundertelang dem römischen Reiche ergeben gewesen waren, eroberten gegenAnfang des 7. Jahrhunderts unter Heraklius Aegypten. Kurzvorher hatten sie den mohammedanischen Glauben angenommen, undauch unter Mol)ammed's Anführung Syrien verwüstet. In Ae-gypten haben sie nicht allein viele Denkmäler des Alterthums, son-dern auch den ganzen Schatz der Wissenschaften des damaligen Be-herrschers auf eine schonungslose Weise zu Grunde gerichtet, welchesSchicksal auch die berühmte alerandrinlsche Bibliothek traf. VonPtolemüus Soter gestiftet war sie, nach Strabo, bis auf700,000 Bücher vermehrt. Ueber L Monate lang wurden die 4000Badstuben einzig und allein mit diesen Handschnfien geheizt, weil,nach des Kalifen Omar Entscheidung, alle Bücher, die mit demKoran übereinstimmen, unnütz wären, und die von demselben abwei-chenden für schädlich geachtet werden müßten. Doch bald nahm dassiegende rohe kriegerische Volk die Cultur der Besiegten an, und baldleuchtete unter den später« Herrschern den Wissenschaften wieder eingünstiger Stern. Harun oder Aaron Raschid, der zur ZeitKarl'S des Großen lebte (im I. 786), hielt mit vielen Philoso-phen einen vertrauten Umgang, und dessen Sohn Abdalla Al-mamon, der durch seinen Eifer für die Wissenschaften berühmt ge-worden ist, wird hierin von keinem unter allen arabischen Fürsienübertroffen. Es wurden Schulen und Bibliotheken angelegt, undbereits am Ende des 8. Jahrhunderts blühte die berühmte Akademiezu Bagdad. Mit ganz besonderer Vorliebe cultivirtcn die Araberdie Chemie und Pharmacie, und von ihnen ist der erste Grund zudem gegenwärtigen Zustande der Pharmacie gelegt worden, wovondie zum Thcil noch gebräuchlichen Benennungen Alkohol, Roob,Looch, Iulep, Trochisci Alhandal u. f. w. zeugen, und vorzüglichkann Geber (830) als der Vater der altern Chemie betrachtet wer-den. Alchemie war die Hauptbeschäftigung. Nach Geber kam esnur darauf««, die geringem. Metalle von allen unnützen TlMe»