Druckschrift 
1 (1855)
Entstehung
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1067
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Farina Hordei praeparata.

Amylum Hordei, Hordeum prasparatum; Gerstenkraftmehl,präparirtes Gerstenmehl, Gerstenstärkegummi.

JPll. Bor, Ein zinnernes cylindrisches Gefäss wird zu zweiDrittel seines Raumes mit Gerstenmehl, welches starkzusammengedrückt wird, gefüllt und in einer bis zu 2Drittel mit Wasser gefüllten Destillirblase aufgehängt.Nachdem der Helm aufgesetzt ist, soft das Wasser 2 Tage,an jedem 15 Stunden hindurch, im Sieden erhalten wer-den. Nachdem die oberste mehlige Lage weggenommenworden, wird die etwas röthliche gelbliche Masse in Pul-ver verwandelt und an einem trocknen Orte aufbewahrt.

JPll. BfliMIllt. Gerstenmehl wird fest in ein leinenes Säck-chen gebunden , in kochendes Wasser getaucht und 24Stunden hindurch gekocht, bis das Mehl zu einem festenKuchen geworden ist. Der innere gepulverte und getrock-nete Theil wird zum Gebrauch aufbewahrt. Die besteBereitungsart geschieht auf dem Dampfapparat, indemman das gutge'rorknete Mehl in einer verschlossenen zin-nernen Infundirbüchse in den Apparat stellt und 8 Tageder Wärme des Dampfbades aussetzt, bis das Mehl gelb-rölhlich geworden ist. Gepulvert und gut getrocknet wirdes aufbewahrt. Es ist ein mehliges, gelbröthliches Pul-ver von süsslichetn , sehr schleimigen Geschmack undgerstenartigen Geruch, welcher auch dem des frischenBrndes gleicht.

Pll. Ililllll. Gerstenmehl wird in einen leinenen Sack soeingebunden, dass zwischen Mehl und der Zubindeslelleein handbreiter Raum bleibt. Der Sack wird nun in ei-nem verzinnten, mit Wasser gefüllten Kessel so aufgehängt,dass er vom Wasser bedeckt ist, aber nirgends die Wan-dung des Kessels berührt. Das Wasser wird 14 Stundenanhaltend gekocht. Die in einen dichten Teig verwan-delte Mehlmasse wird nun in einen Kessel ausgeschüttet,der äussere, schlüpfrige, meist über 1 Zoll dicke Rin-denlheil desselben mit einem sehr scharfen Messer weg~genommen, der innere aber, welcher gleichsam den Kernrepräsentirt, getrocknet und in ein sehr feines Pulver ver~wandelt an einem trocknen Orte aufbewahrt. Die

Pll« Sa\, giebt eine ähnliche Vorschrift, lässt aber so langekochen, unter Ersatz des durch Verdampfung verlorengehenden Wassers, bis das Wasser die ganze Mehlmassedurchdrungen hat. Die innere bei gelinder Wärme ge-trocknete Masse wird zerrieben in einem irdenen Gefässaufbewahrt. Soll von weisslicher Farbe sein.