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Mengen von Salzen, deren Basen aus den Gefässen herrüh^ren, theils in der Flüssigkeit sich lösen oder darin unlöslichsich als feine Pulver schwebend erhalten. Da nicht immereine so grosse Menge Dekokt, wie die Vorschrift angiebt,verordnet wird, so ist es am besten, die Kochung in einemGlaskolben, welcher in ein Sandbad gesetzt ist, vorzuneh-men. Porcellanene Geiässe von der passenden Grösse sindselten zur Hand und kupferne oder zinnerne hierzu zu ge-brauchen, hält der einsichtsvolle Pharmaceut für ganz un-passend. Dass bei Anwendung eines Kolbens, aus welchemdie Verdampfung des Wassers weniger leicht vor sich geht,statt 72 Pfd Wasser ungefähr 36 Pfd genügen dürften, kannohne Gewissensskrupel angenommen werden. Eiserne email^lirte oder irdene glasirte, vor dem Gebrauch ausgescheuerteund mit Salz, Essig und Wasser gut ausgekochte Töpfe eig-nen sich auch zu dem in ßede stehenden Zwecke. Die ur-sprüngliche von Zitlmann gegebeue Vorschrift besagt, dassin einem zinnernen Kessel gekocht werden soll. Nachdemdas frische Dekokt eine Nacht über gestanden hat, wird de^kantirt. Das dekantirte Dekokt enthält zuweilen geringeSpuren von Quecksilbersalzen. Es lässt sich 3 bis 4 Tagean einem kühlen Orte in völlig gefüllten und zugepfropftenFlaschen ohne weitere Veränderung, als dass es durch wei-teres Absetzen etwas klarer wird, aufbewahren. Ein De^kokt, was einige Tage gestanden hat, wird vor der Verab"reichung gut aufgeschüttelt.
Bochet depurgativ (Decoctum lignorum purificans) ist ein De-kokt aus Lign. Guaj., Itad. Sarsap , Rad. Chinae, Lign. Sassafr. Ja 5^))'.Kolatur = 36 Unz. — Bochet purgativ ist ein ähnliches Dekokt, zuwelchem noch Fol. Sennae und Magries, sulph. 5ä ~$jjj hinzukommen.Roob de Lafecteur siehe Syrup. Sarsap. comp.— DasDecoctum Pol-Uni ist eine Abkochung von 1 Unz. Rad. Sarsap , 6 Drchm. Lign.Gunjac, 4 Drchm. Slip. Dulcamar., i Drchm. Slib. sulph. nigr. crud.(in ein Säckchen gethan;, 1 Drchm. Fol. Sennae, Hb. Famaria undZucker, von jedem 1 Unz. Kolatur = 20 Unz.
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