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1 (1855)
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heisses Wasser ausgelaugt, die Lauge durch Eindampfen koncentrirtund zur Krystallisation gebracht. Als Nebenprodukt wird ferner derKupfervitriol beim Affinirungsprozesse des Silbers (s. unter Argentum)in grosser Menge gewonnen. In der Nähe von Schwefelsäurefabrikenbereitet man ihn auch wohl durch Auflösen des Kupfers, Kupferham-merschlags, Kupferabfällen in schwachverdünnter Schwefelsäure, Ab-dampfen der Lösung etc.

Der Kupfervitriol des Handels ist jetzt ein ziemlich rei-nes schwefelsaures Kupferoxyd, welches nur geringe Men-gen schwefelsauren Eisenoxyduls enthält. Diese Verunrei-nigung und die mit Zinkoxyd entdeckt man durch das wei-ter unten angegebene Verfahren. Die Ph. Hann. und Sax.haben den käuflichen Kupfervitriol nicht recipirt. Haupt-sächlich wird er zum Aetzen und zu Waschungen in derVeterinairpraxis gebraucht. Da er mitunter als Pulver inSalbenmischungen benutzt wird, so hält man ihn auch alsfeines Salzpulver vorräthig. Zu Augenwässern und zur Dar-stellung pharmaceutischer Präparate verwendet man das reineSalz. Die Dispensation desselben im Handverkauf muss stetsmit einiger Vorsicht geschehen. Der Verkauf an Ackerwir-the, welche in der Lösung dieses Kupfersalzes die Saatkör-ner (zur Verhütung des Brandes) einweichen, unterliegt kei-nem Bedenken.

Die Ph. Bor., Hamb., Hann., Sl. Höh. schreiben zurDarstellung des reinen schwefelsauren Kupferoxyds ein Auf-lösen der Ramenta Cupri in Schwefelsäure vor. Unter ra-menta wollen Einige Feilicht, Feilspäne gemeint wissen, wel-che aber seit Alters her mit limatura bezeichnet worden sind.Ramenta Cupri bedeutet Kupferspäne, Kupferstückchen, Ku-pferhaimnerschlag. Kupferfeilspäne aus den Werkstätten derKupferarbeiter sind gemeinlich sehr unrein und enthaltenMessing, mitunter auch Eisen. Aus diesem Grunde ist dieVorschrift der Ph. Sax., nach welcher Kupferfeilspäne ge-nommen werden sollen, eine schlechte. Die Kupferblech-schnitzel , welche als Abfall von den Kupferschmieden ge-sammelt und als altes Kupfer gegen neues in den Kupfer-hütten umgetauscht werden, eignen sich in Sonderheit zurDarstellung des in Rede stehenden reinen Präparats. Den

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