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Ml. Hann. Ein Th. Kupferspäne und drei Th. roheSchwefelsäure, mit einem Th. Wasser vorsichtigvermischt, werden in einem gläsernen Kolben im Sand-bade bis %ur Auflösung des Kupfers gekocht, wobei schwef-lige Säure als Gas entweicht und eine braune Masse zu-rückbleibt , welche in der hinreichenden Menge destill.Wassers gelöst wird. Die kolirte Lauge wird durch Ab-dampfen koncentrirt und an einen kalten Ort gestellt, da-mit sie reichlich Krystalle ausgebe, welche nach den Re-geln der Kunst getrocknet werden.
Cuprum sulpliuricum venale.
Vitriolum de Cypro seu coeruleum, Sulphas cupricus cum
Aqua crudus; Vitriol bleu, de Cuivre, de Cypre; blue Vitriol,
blue Stone, Morthooth; käufliches schwefelsaures Kupferoxyd,
Kupfervitriol, blauer Vitriol, blauer Aetzstein, blauer
Galitzenstein.
PIl. Bor. Ein in Hüttenwerken bereitetes Salz in blauendurchscheinenden, mit der Zeit verwitternden Krystallenoder krystallinischen Stücken. Zerrieben ist es weisslich.Es hat einen herben Geschmack, ist in 4 Th. kaltem undin 2 Th. heissem Wasser löslich, in höchslrektif. Wein-geist nicht löslich. Seine Bestandtheile sind Kupferoxyd,Schwefelsäure und Wasser. Mit den Sulphalen des Zinksund Eisens darf es nicht %u sehr verunreinigt sein. Eswird nur zum äusserlichen Gebrauch angewendet und vor-sichtig aufbewahrt.
Ph. Hainl»., 81. Mols.
Der Kupfervitriol ist schon den alten Griechen bekanntgewesen. In grosser Menge wurde er auf der Insel Cyperngewonnen, wesshalb er den Namen „Cyprischer Vitriol" er-halten hat.
Die Grubenvvässer, welche sich da ansammeln, wo Kupferkiese(Schwefelkupfer) der Einwirkung des atmosphärischen Sauerstoffsunterliegen, enthalten Kupfervitriol und werden Cementwässer Be-nannt. Da diese gemeinlich noch Eisenvitriol enthalten, so wird dar-aus durch Eindampfen und Krystallisiren selten der Kupfervitriol dar-gestellt. In den Kupfervitriolhütten wird Kupfer zum starken Glühengebracht, mit Schwefel überstreut, und das dadurch gewonnene Seh we.felkupfer durch Röstung oxydirt Die geröstete Masse wird durch