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Ueber die Konstitution dieses Salzes scheinen die Gelehrten nochnicht einig geworden zu sein. Gemeinlich wird es als eine Verbin-dung des schwefelsauren Ammoniumoxyds mit Kupferoxydammonbetrachtet. Hiernach gehörte ihm die Formel NH 4 0,S0 3 4-NH 3 CuO.Aeq.-Gew. 122,8. Lässt man Ammongas über gepulvertes krystalli-sirtes schwefelsaures Kupferoxyd streichen, so giebt letzteres 4 Aeq.Krystallwasser ab und nimmt dafür 4 Aeq. Ammon auf. Durch Ver-mischen des schwefelsauren Ammons mit schwefelsaurem Kupferoxydund Krystaliisation erhält man ein Doppelsalz in hellblauen leichtlöslichen Krystallen.
Cupruni Miilpliuricimi purum.
CuO,SO s -|-5HO. Cuprum sulphuricum factitium, Vitriolumcaeruleum factitium, Sulphas cupricus cum Aqua purus; Sul-fate de Cuivre, Cuivre sulfurique; Sulphate of Copper;schwefelsaures Kupferoxyd, reiner Kupfervitriol.
I*ll. 11 Or.« llaillll. In einer gläsernen Retorte werdenauf einen Th. Kupferspäne drei Th. rektif.Schwe-felsäure, mit einem Th. destill. Wasser verdünnt,aufgegossen. Die Retorte wird in einem Sandbade geheizt,damit das Kupfer oxydirt werde und sich mit der Schwe-felsäure verbinde. Die dadurch gewonnene Masse wird»errieben, in heissem Wasser gelöst, das, was sich gelösthat, fillrirt und in Krystalle gebracht, welche gut ausge-waschen und getrocknet in verstopften Gefässen vorsichtigaufbewahrt werden müssen.
Pll. SftX. schreibt Kupferfeilspäne vor. Die Vorschrift gleichtim Uebrigen der der Ph. Bor.
IMl. SI« Mols« Ein Gemisch aus drei Th. roher Schwe-felsäure und einem Th. Wasser wird in einem hin-reichend geräumigen gläsernen Kolben im Sandbade er-hitzt und demselben allmählig bei vorsichtiger Vermeidungder schwefligsauren Dämpfe ein Th. Kupferspäne, oderso viel nöthig ist, hinzugesetzt. Sobald die erste Portiondavon aufgelöst ist, wird die andere hinzugesetzt und sofortgefahren, bis das Metall von der kochenden Flüssig-keit nicht mehr angegriffen wird und die Entwickelungdes schwefligen Gases aufhört. Der Salzrückstand wirdin der sechsfachen Menge dest, Wassers gelöst, durchFliesspapier filfrirt, abgedampft und an einem kalten Ortein Krystalle gebracht, welche getrocknet in einem ver-schlossenen Glase aufbewahrt werden.