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1 (1855)
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In neuerer Zeit sind zu therapeutischen Zwecken angewendetworden: das schon oben angegebene auf nassem Wege gewonneneAurum tnctallicum pulveratum. Dieses stellt man auch dadurch dar,dass man Blattgold mit schwefelsaurem Kali zerreibt und dieses Salzalsdann mit warmem Wasser wegwäscht.

Cyangold, Goldcyanür, Aurum cyanicum s cyanclum, Cyanu-retum auricum, AuCy. Es wird erhalten durch Fällung einer neutra-len Lösung von 1 Th. Goldchlorid in 5 Th Wasser mit einer Lösungvon Cyankalium in 6 Th Wasser, bis ein reichlicher citronengelberNiederschlag entstanden ist, welcher mit Wasser ausgewaschen undbei gelinder Wärme getrocknet wird. Ist in Wasser, Weingeist undAether unlöslich. Höchste Gabe ^ Gran.

Jodgold, Goldjodür, Aurum jodatum , Joduretum Juri, AuJ,wird erhalten durch Vermischen einer Lösung von 6 Th. Goldehlo-rid mit einer Lösung von 10 bis 11 Th. Jodkalium. Der Niederschlagenthält freies Jod, welches durch Schütteln mit heissem Wasser mög-lichst entfernt wird. Es ist ein schwerlösliches krystallinisches Pul-ver von gelber ins Grünliche ziehender Farbe. Muss vor Lufteinflussgeschützt werden. Höchste Gabe J Gran.

Aurum fbliatiun.

Blattgold.

Pll. Bor* Das zu äusserst dünnen Blättchen geschlagene

Gold.Pll. llaitili., Sax., gl. Hols.

Im vorhergehenden Artikel ist schon die bewunderungswürdige

BlattgoldesSie wird von dem Goldschläger be-

Dehnbarkeit des Goldes erwähnt. Die Darstellung desberuht auf dieser Eigenschafttrieben. Das Gold wird in einem erwärmten, mit Talg ausgestrichenenrinnenförmigen eisernen Eingüsse zu einer ^ Fuss dicken und 1 Fusslangen Stange, Zaine, ausgegossen. Diese wird zuerst auf einem ebe-nen Ambosse mittelst Hämmerns bis zur Dünne 1 Linie gestreckt,hierauf durch ein kleines Walzwerk zu einer Länge von 12 Fuss unddann durch Hämmern noch weiter ausgedehnt. Mit der Plattenscheeretheilt man nun die Goldlamelle in 1 Q.Zoll grosse Platten. Diese wer-den zu 100 bis 150 zwischen Pergamentblätter geschichtet und mitsehr schweren Hämmern immermehr ausgedehnt, so dass das 1 Q.Zollgrosse Goldblättchen eine Ausdehnung von 4\ Q.Zoll erlangt. Aufeinem mit Marienglase bestreuten ledernen Polster wird jedes Blätt-chen in 2 Theile zerschnitten und die Ausdehnung derselben in derDünnquetschform durch Hämmern fortgesetzt. Jetzt wird jedes Blätt-chen wieder in 4 TheiJe geschnitten und in die Haut- oder Löthform