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Es ist weicher als Silber und das geschmeidigste und dehnbarste uivter den Metallen. Es lässt sich in Blättchen von ^ouVinr Zoll Dickeausschlagen. Ein Gran Gold kann zu einem Blatte von 56 Q.Zoll Flä-che ausgedehnt und zu einem 500 Fuss langen Drathe ausgezogenwerden. Spec. Gew. 19,2 bis 19,4. Das durch Präcipitation gewon-nene Gold ist ein zimmtbraunes glanzloses Pulver, welches durchDrücken oder Reiben Metallglanz annimmt. Das in Wasser schwe-bende Goldpulver lässt das Licht mit blauer Farbe durchfallen. Esschmilzt bei ungefähr 800° C., wobei es sich stark ausdehnt. Inder Schmelzhitze ist es nicht flüchtig. In der höchsten Hitze einerFeueresse oder in dem Brennpunkt eines starken Brenng/ases ge-schmolzen, verflüchtigt es sich etwas. Entladet man einen starkengalvanischen Apparat durch Blattgold oder durch feinen Golddraht,so verdampft es.
Den Goldgehalt einer Legirung annähernd zu finden, bedientman sich der sogenannten Strich probe, indem man mit der Le-girung Striche auf dem Probirstein macht, diese mit ähnlichen Stri-chen von Goldlegirungen bekannter Zusammensetzung vergleicht undzuletzt die Striche mit Salpetersäure befeuchtet. Sichere Resultateliefert die Kupellation, ein Verfahren, welches schon beim Silberangegeben ist. Die Goldlegirungen können jedoch nicht allein mitBlei beschickt werden, weil das Kupfer inniger dem Golde anhängt,sondern es muss noch ein Zusatz von Silber geschehen. Die durchdieses Verfahren gewonnene Legirung des Goldes mit Silber wirdalsdann der oben angegebenen Scheidung durch die Quart unterworfen.
Unter den Metallen hat das Gold die geringste Verwandtschaftzum Sauerstoff Es bleibt daher an der Luft bei jeder Temperaturunverändert. Nur in Königswasser oder ähnlichen Chlor entwickeln-den Mischungen ist es unter Bildung von Chlorgold löslich.
Man kennt 2 Oxydationsstufen des Goldes, welche jedochmit Säuren keine Salze bilden, nämlich das Goldoxydul, AuO, unddas Goldoxyd, AuO 3 . Letzteres geht mit Salzbasen salzartige Ver-bindungen (Aurate) ein Ein solches Aurat ist das Goldoxydam-mon, Knallgold, Aurum fulminans , ein wegen seiner Eigenschaftzu explodiren sehr gefährliches Präparat. Das Goldoxyd, Goldsäure,Aurum oxydatum, Peroxydum Auri, wird durch Neutralisation einerGoldchloridlösung mit kohlens Natron, \ stündiges Kochen und Trock-nen des Niederschlages zwischen Papier dargestellt. Höchste Gabe1 Gran.
Schwefelgold, AuS, dem Oxydul proportional, entsteht durchZersetzung einer kochendheissen Auflösung des Goldchlorids mitSchwefelwasserstoff. Ein braunschwarzes Pulver. Die dem Oxyd pro-portionale Schwefelverbindung (Sulfid) fällt durch Schwefelwasser-stoff aus der kalten Lösung. In der Glühhitze zerfällt das Schwefel-gold in seine Bestandtheile. Es ist in den Schwefelalkalien löslich.