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können. Daher sein Name Vinaigre de quatre voleurs,
Vierräuberessig.
Seine Bereitung ist einfach. Die trockenen Ingredien-zien werden in Speciesform mit dem Essig in einer Glasfla-sche mit etwas weiter Mündung oder einem Kolben mehrereTage je nach der Vorschrift bei mittlerer Temperatur einge-weicht oder der Wärmeeinwirkung von 50— 60° C. ausge-setzt, d. b. digerirt. Nachdem die saure Flüssigkeit ausge-presst ist, Iässt man sie einige Tage hindurch an einem küh-len Orte absetzen und hierauf erst durch ein Filter laufen.
Nach jeder der gedachten Vorschriften ist der Gewürz-essig eine klare rothbraune Flüssigkeit, von gewürzhaft-sau-rem Gerüche und Geschmack. War der dazu verbrauchteEssig von der Stärke, dass 2 Unzen nur 1 Drachme Pott-asche sättigen, so wird er sehr leicht trübe und kahmig. Umdies zu vermeiden haben die PA. Hamb. } Hann., Sl.-Hols.nach dem Auspressen sehr passend noch einen Zusatz vonRosmarinspiritus vorgeschrieben. Ist zur Bereitung ein Es-sig, von welchem 1| Unz. hinreichen 1 Drachme Pottaschezu sättigen angewendet, so ist bei gehöriger Aufbewahrungin gut verkorkten Glasflaschen ein Kahmigwerden wenigerzu befürchten. Der Gewürzessig der PA. Sax. ist ein schwa-cher Essig, welcher überdies noch viel Schleimtheile enthält.Man darf letzteren nicht in zu grosser Menge vorräthig ma-chen, da er sehr leicht verdirbt. Der Gewürzessig wird ge-meinlich als Räuchermittel gebraucht.
Acetmu camphoratuiii*
Vinaigre camphre; Kamferessig.
I°ll. IIa mit. Eine halbe Drachme Kamfer und eineDracAme Arabisches Gummi werden in einem stei-nernen (porzellanenen) Mörser gut gemischt und allmähligmit fünf Unz. rohem Weinessig versetzt.
PIl- Sl. Mols, enthält dieselbe Vorschrift, lässt aber de-stillirten Essig verwenden.
Diese Komposition wird selten noch angewendet. IhreWirksamkeit hängt nach der Ansicht der Aerzte wesentlich