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zersetzt und zerfällt in Aceton (C 3 H 3 0) und Kohlensäure(CO*).
C 3 H 3 0 undC O*
OH 3 O ^Essigsäure.Die Kohlensäure entweicht theiis, theils tritt sie an das Cal-ciumoxyd und bildet kohlensauren Kalk (Kreide). Dann wirktauch der Kohlenstoff eines anderen Theiles Essigsäure redu-cirend auf das Bleioxyd, theils bildet sich brenzliches Oel,Dumas in genannt. Um die etwa im Destillate vorhan-dene unzersetzt übergegangene Essigsäure abzustumpfenoder zu binden, sättigt man mit einer Base wie Kaliumoxydoder Calciumoxyd, und um das Wasser und das brenzlicheOel zu entfernen wird über geschmolzenes und geglühtesChlorcalcium, welches ein sehr hygroskopisches Salz ist, rek-tificirt. Da die Bektifikation in Wasserbadwärme geschieht,so bleibt das von dem Chlorcalcium angezogene Wasser undauch das brenzliche Oel zurück. Durch Erhitzung andereressigsaurer Salze kann man gleichfalls Aceton gewinnen.Vergl. Einleitung S. 127.
Eigenschaften. Das Aceton ist eine farblose flüch-tige, eigenthüinlich riechende, beizend münzartig schmeckende,brennbare ätherartige Flüssigkeit von 0,8 spec. Gew., welchebei 55° C. siedet. Es lässt sich mit Weingeist, Aether, flüch-tigen Oelen und Wasser mischen und löst sich darin auf.An der Luft verändert es sich nicht. Wegen seiner Flüchtig-keit muss es in gut verstopften Flaschen aufbewahrt werden.
Die P/t. Hamb. giebt für das Aceton die FormelC 3 H 6 0 an. Dies ist ein Irrthum, weil sie auch in anderenFällen und in der von ihr aufgenommenen stöchiometrischenTafel den Wasserstoff (H) nirgends als Doppelatom in Rech-nung bringt. Die Formel des Acetons ist C 3 H 3 0, dasAeq.Gew. 29.
Prüfung. Mit geglühtem Chlorcalciumpulver geschüt-telt darf es dieses nicht feucht machen, im anderen Falleenthält es Wasser. Mit Jod (2 Th.) und kaustischer Ka-lilauge (6 Th.) geschüttelt und dann mit heissem Wasservermischt darf es kein Jodoform absetzen, im anderen Falle