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1 (1855)
Entstehung
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220
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nicht ganz bis zu £ des Raumes an, placirt das Gefäss ineinen Windofen und kittet oder schraubt, wenn es keineKetortenform hat, eine in einem Winkel gebogene eiserneoder irdene Abzugsröhre in die Mündung. Diese Röhre ver-längert man mit einem gläsernen oder irdenen Vorstoss, wel-cher mittelst Blase mit einer geräumigen Vorlage (einem Kol-ben) verbunden wird. Diese muss während der Destillationmit kaltem Wasser gut abgekühlt werden. Wegen der Ent-weichung von Kohlensäure darf die Vorlage nicht luftdichtmit dem Vorstosse verbunden sein, wesshalb man in denBlasenverband einige Nadelstiche macht. Als Lutum an demeisernen Topfe und dem Vorstosse dient eine Mischung aus pla-stischem Thon, gebranntem Thon, Blut und Haaren oderkleingeschittenem Werg (Hede). Man erwärmt den Destil-lationsapparat und steigert allmählig die Hitze bis zum Roth-glühen, wenn die Destillation anfängt langsamer zu gehen.Die Destillation wird abgebrochen sobald im Halse des vor-gelegten Kolbens sich nichts mehr in Form wässriger Strei-fen verdichtet. Das Destillat beträgt etwas über ^ der Ge-wichtsmenge des verwendeten Bleizuckers. Es besteht ausWasser, Aceton, etwas Essigsäure und brenzlichem Oel undwurde früher mit Liquor pyro-aceticus crudus bezeichnet. Umdaraus das Aceton rein abzuscheiden, stumpft man die Es-sigsäure mit kohlensaurem Kali oder Kalkhydrat ab und rek-tificirt im Wasserbade die Flüssigkeit über ein gleiches Ge-wicht geschmolzenen Chlorcalciums. Das Destillat schütteltman nochmals mit der Hälfte seines Gewichtes Chlorcalciums,lässt die Mischung absetzen und rektificirt die abgegosseneFlüssigkeit wiederum in der Wärme des Wasserbades. 20Th. Bleizucker geben etwas mehr als 1 Th. Aceton.

Vorgang. Wird krystall. essigsaures Bleioxyd undCalciumoxyd (gebr. Kalk) gemischt und erhitzt, so verflüch-tigt sich zuerst das Krystallwasser des essigsauren Bleioxyds.Da in der Hitze dieses Salz seine Säure theilweise unzer-setzt fahren lässt, so ist der Zusatz des Calciumoxyds-thig, welches diesen Theil Essigsäure aufnimmt und mit mehrKraft an sich hält. Mit Steigerung der Hitze wird die anBleioxyd und Calciumoxyd gebundene Essigsäure (C 4 H s 0 3 )