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1 (1855)
Entstehung
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Acetoiuim.

C 3 H s O.

Liquor pyro-aceticus; Aceton, Essiggeist, Mesitalkohol,Essigalkohol, Mesityloxydhydrat.

Pll. ifiliiif). Ein Präparat chemischer Fabriken. Manbereite es auch auf folgende Weise: Drei Th. kry stall,essigsaures Bleioxyd und ein Th. gebrannterKalk werden gemischt in eine eiserne oder gläserne Re-torte gelhan und bis zur Trockne destillirt. Das gewon-nene rohe Aceton wird, wenn es säuerlich ist, mit kohlen-saurem Kali gesättigt und über Chlorcalcium aus demWasserbade zweimal rektificirf. Das Aceton ist farblos,klar, von 0,80 spec. Gew., verbrennt mit blendender Klam-me, macht Chlorcalcium nicht feucht, mit Jod und kau-stischer Kaliflüssigkeit, welches jedoch nicht im Ueber-schuss zugesetzt werden darf, gebe es kein Jodoform, wel-ches nach Zusatz von warmem Wasser beim Erkalten inForm gelber Krystalle gefällt wird.

Das Aceton ist seit einem Decenniura als ein vorzügli-ches Heilmittel (Expektorans) für Schwindsüchtige angewen-det worden. In früherer Zeit gebrauchte man den rohen Es-siggeist als "Wurmmittel.

Zur Darstellung des reinen Acetons genügt die von derPh. Hamb. gegebene Vorschrift. Man füllt eine irdene odergraphitene Retorte, in Ermangelung derselben einen eiser-nen Topf, wie man einen solchen zur Bereitung des Sal-miakgeistes hin und wieder anwendet, mit einer gepulvertenMischung aus 3 Th. Bleizucker und 1 Th. gebranntem Kalk