203
Er zeigt an:Fluorwasserstoff, Kieselsaure, Kohlensäure, Oxalsäure, Phos-phorsäure; bei Abwesenheit von Ammonsalzen auch Bor-säure, Citronensäure und Weinsäure.
Ji) Ein anderer TheiJ des Filtrats wird mit salpeter-saurer Silberoxydlösung versetzt. Dadurch werdengefällt: *
«) der Niederschlag ist in verdünnter Salpeter-säure löslichBorsäure, Citronensäure, (Kieselsäure,) Oxalsäure , Wein-säure (sämmtlich weiss), Phosphorsäure gelb.ß) der Niederschlag ist in (etwas verdünnter) Sal-petersäure unlöslich oder schwerlöslichBromwasserstoff gelblich weiss, Chlorwasserstoff und Cyan-wasserstoff weiss. — Jodwasserstoff gelb.
y) beim Erwärmen scheidet metallisches Sil-ber ausAmeisensäure.
c) Ein dritter Theil des Filtrats wird mit Chlorcalcium-lösung versetzt. Dieses fällt:
Citronensäure, jedoch erst nach dem Aufkochen; ferner:Fluorwasserstoff, Oxalsäure, Phosphorsäure, Schwefelsäurein nicht zu verdünnter Lösung und besonders nach Zusatz von Wein-geist, Weinsäure. Sämmtliche weiss.
d) Ein vierter Theil des Filtrats wird mit Eisenchloridlö-sung versetzt. Dadurch werden gefallt:
Benzoesäure und Bernsteinsäure hellbraun.
3. Nicht durch Chlorbaryum, oder Salpeters. Silberoxyd,
oder Chlor calcium, oder Eisenchlorid fällbare und erkennbare
Säuren sind:
Essigsäure, Chlorsäure, Salpetersäure. Die Salze derbeiden letzteren Säuren verpuffen auf glühender Kohle.
Hat man sich durch diese Voruntersuchung von der An-oder Abwesenheit dieser oder jener Sauren überzeugt, sogeht man auf die specielle Aufsuchung der einzelnen Säurenüber. Die Gegenwart von Kohlensäure, Schwefelsäure, schwef-liger Säure, Schwefelwasserstoff, Ameisensäure hat sichschon im Laufe der Untersuchungen herausgestellt. Das