150 -
eignet sich zum Auspressen der Tinkturen. Zum Auspres-sen grösserer Mengen und zur Anwendung eines starkenDruckes ist die Presse mit 2 Schrauben vorzuziehen. DiePressplatten a bestehen aus ungefähr J Zoll dickem verzinntemEisenbleche. Das Zeug, womit die zu pressende Substanz um-hüllt wird, ist eine grobe feste ungebleichte oder hänfene Lein-wand oder ein Gewebe aus Pferdehaaren, in Form von vierecki-gen Tüchern oder Beuteln. Oelhaltige Samen z. B. Mandelnkönnen auch in Löschpajner eingeschlagen werden. Die zupressende Substanz besonders die Samen werden zuvor inein sehr grobes Pulver verwandelt und, wenn die Gewinnungdes fetten Oels der Hauptzweck ist, zwischen heissen (80°bis 100°) Platten ausgepresst. Die Pressung geschieht mitVorsicht und allmähliger Anziehung der Schrauben, weil imanderen Falle das Presstuch oder der Beutel leicht zerreis-sen kann oder die Flüssigkeit gewaltsam einen Ausweg su-chend durch die Poren der Leinwand fortzuspritzen pflegt.
Beim Gebrauch der einschraubigen Presse ist wohl zubeachten, den Presssack oder das Presstuch möglichst gleich-massig zu packen und dann recht genau unter die Mitte derDruckscheibe zu legen. Beobachtet man diese Vorsicht nicht,so wird die Pressscheibe und Schraube seitwärts gedrücktwodurch die Presse ausserordentlich leidet, sogar völlig un-brauchbar wird.
Zum Auspressen kleiner Mengen von Aufgüssen, Ab-