— 151 -
kochungen und Tinkturen bedient man sich auch wohl derBeindorfsohen Dekokten-Presse. a ist der Presskolben, b dassiebförmig durchlöcherte Einsatzgefäss, worin das Kolatoriummit den Species gelegt wird, c die nach Unten mit einerAblauftülle versehene Hülse für das Einsatzgefäss, und dgiebt die Totalansicht der Presse.
Die Trennung flüssiger Substanzen von festen, ohneAnwendung eines starken Druckes, geschieht vermittelst desDurchseihens, Kolirens (colatio), indem man sie durchDurchseiher, Kolatorien, Tücher von Leinwand, Filz oderWolle giesst, welche bei grossenMengen der Kolirflüssigkeit aufeinen Rahmen von glattem hartemHolze, Tenakel genannt, ge-spannt werden. Die leinenen Ko-latorien dürfen kein zu dichtesGewebe haben. Man benutzt diesezum Durchseihen der Dekokte, Infusen, Salzauflösungen,Laugen, Oele, Salben; die wollenen Kolatorien dagegen,welche, nebenbei bemerkt, nur in lauem Wasser zu reinigen