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1 (1855)
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148
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In die Gestalt des mittelfeinen Pulvers versetzt mangemeinlich Pflanzentheile, welche flüchtige Bestandtheileenthalten, weil sie diese dann länger zurückhalten, als inGestalt eines höchst feinen Pulvers, sie auch durch einestarke Trockenwärme, welche der Darstellung eines höchstfeinen Pulvers in den meisten Fällen vorangehen muss, anden flüchtigen Bestandtheilen Einbusse erleiden würden. Dasmittelfeine Pulver schlecht schmeckender Stoffe, z. B. derKubeben, des Zittwersamens, soll sich besser einnehmen lassen.Das mittelfeine Pulver erreicht fast an Feinheit der Grösseseiner Theile den sublimirten Schwefel, wie er im gemeinenHandel vorkommt.

Alle Stoffe, welche keine wirksamen ätherischen Arznei-bestandtheile enthalten und welche wegen ihrer Härte schwie-riger assimilirbar sind, z. B. die Rinden, Hölzer, viele hol-zige Wurzeln, werden als höchstfeine Pulver dispensirt. Diesgilt auch von den kristallinischen Stoffen und salzartigenVerbindungen. Von vielen Stoffen, z. B. dem Calomel,Schwefelspiessglanz, verlangt der Arzt, dass sie im äusserstfeinen Zustande sich befinden. Sobald sie keine in Wasseroder Weingeist lösliche Bestandtheile enthalten, werden siedamit befeuchtet und in porcellanenen Reibschalen oder aufporphyrnen oder marmornen Reibsteinen, in der Art wiedie Malerfarben, präparirt oder feingerieben. Mörser ausSerpentin eignen sich wegen ihrer Weichheit nicht hierzu.Wie zur Hebung des Pistills im Stossmörser mit Vortheileine Schwungstange benutzt wird, so kann man zum Fein-reiben im Mörser eine ähnliche Stange anwenden, welchedas Pistill niederdrückt. Zu der Feinreibung, dem Lävigi-ren (praeparatio, laevigatio) sehr grosser Mengen bedient mansich mit Vortheil der Präparirmaschienen, wie ähnliche derTöpfer zu Feinreibung der Glasuren benutzt.

Die Theile eines höchstfeinen Pulvers können weder mitdem unbewaffneten Auge noch durch das Gefühl unterschie-den werden. Es hat das Ansehen eines sehr feinen Staubes.

Die Theilung der Pulver in die so eben angeführtendrei Grade der Feinheit geschieht mittelst der Haarsiebeoder Seidensiebe, welche mit Deckeln versehen sind, um