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1 (1855)
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haben, z. B. Biebergeil, kann nicht ohne Nachtheil durchWärme oder an freier Luft ausgeführt werden. Solche Sub-stanzen werden entweder neben Chlorcalcium unter einerGlasglocke (Zuckerhafen) ausgetrocknet, oder man hüllt siekleingeschnitten in Schweinsblase und hängt sie in trocknerLuft von mittlerer Temperatur eine Zeit lang auf. Die Blasehat nämlich die schätzenswerthe Eigenschaft wässrige Dün-ste leicht, aber in sehr geringem Maasse die der flüchtigenOele durchzulassen. Dies ist, nebenbei bemerkt, eine aufgenaue Versuche begründete Erfahrung.

Harzhaltige Substanzen, welche in der Wärme erwei-chen, setzt man zuvor harter Winterkälte aus, wodurch siespröde werden und pulvert sie in der Kälte. Das Pulvernkrystallinischer Stoffe, welche kein oder nur sehr wenigKrystallwasser enthalten, wird dagegen erleichtert, wenn sieim massig erwärmten Mörser (gegen -f-30 bis 40° C.) gestos-sen werden.

Stäubende, scharfe, Lungen Nase und Augen reizendeStoffe wie Euphorbium , Kanthariden , Ipekakuanha, Jala-penwurzel, Pfeffer, Operment, Arsenik dürfen nur in demmit der Lederhülle verschlossenen Mörser gepulvert werden,wobei das Umbinden des Mundes und der Nase mit einemetwas feuchten Tuche oder solchem Pferdeschwamme, auchdas Bedecken der Augen mit einer geeigneten Brille nichtals überflüssig angesehen werden darf. Durch Zusatz voneinigen Mandeln oder Befeuchten mit Wasser oder Wein-geist das Stäuben zu verhindern, ist wenig lobenswerth.

Es werden drei Feinheitsgrade der Pulver unterschie-den: grobes oder gröbliches (pulvis grossus s. grossius-culus), dann mittelfeines (pulvis subtilis oder schlechtwegpulvis) und chstf ein es Pulver (p. subtilis simus s. alcoho-lisatus, AlcohoT).

Das grobe Pulver wird gemeinlich zu Breiumschlägen,für die grösseren Hausthiere etc. dispensirt oder auch zuExtraktionen benutzt, z. B. das grobe Pulver der Chinarin-den, der Quassia, des Mutterkorns, der Ipekakuanha. Esgleicht in der Grösse seiner Theile fast dem Mohnsamenoder Senfsamen.

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