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1 (1855)
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140
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Die Verstopfung oder Verschliessung der Gefässe mussso dicht und vollkommen als nur möglich sein. Glaspfro-pfen schliessen im Allgemeinen nie so gut als gute Kork-pfropfen. Wo es die Natur der eingeschlossenen Substanzerlaubt, verdienen letztere stets den Vorzug. Die beste Formder Gefässmündungen und der diesen entsprechenden Pfro-pfen ist wohl die konische, indem der Pfropfen wie ein Keilin den Gefässmund gepresst und auch leichter beim Oeffnengelöst werden kann. Ein alleiniger Verschluss mit Papierselbst mit Thierblase verhindert den Durchgang der Gasenicht genügend.

Die Aufbewahrung in gutverschlossenen Gefässen istauch für alle die Körper unumgänglich nothwendig, welcheflüchtige Bestandtheile enthalten. Dagegen ist es gut, Sa-men, welche fettes Oel enthalten und nicht ohne Nachtheildurch künstliche Wärme ausgetrocknet werden können, ineinfachen Holzgefässen aufzubewahren.

Mit wässrigen oder sonst zur Zersetzung geneigten Flüs-sigkeiten werden die Flaschen so gefüllt, dass beim Ver-schliessen mit dem konisch zulaufenden (trockenen) Pfropfendieser einen Theil der Flüssigkeit noch herausdrängt undkaum ein sichtbares Luftbläschen in der Flasche zurückbleibt.Weil die Flüssigkeiten gemeinlich atmosphärische Luft ent-halten, so sucht man diese, wenn es angeht, durch Erhitzen,(bis zur Siedhitze) zu entfernen. Die in besagter Weiseeinzuschliessende Flüssigkeit muss die mittlere Temperaturhaben, denn würde sie bei niederer Temperatur eingefülltund fest und dicht verschlossen, so könnte sie in Folge derAusdehnung bei Aufnahme einer etwas höheren Temperaturdas Gefäss zersprengen. Das Tektiren mit Wachspapier,Schreibpapier, Kautschuck genügt gemeinlich, in trocknenRäumen ist es nicht immer nöthig. Sind die Aufbewah-rungsräume jedoch feucht oder dumpfig, so kann durch Schim-meln der Tektur oder des feuchten Korkpfropfens der Zer-setzungsstoß zu dem Gefässinhalte geleitet werden. In sol-chen Fällen ist eine Tektur von Pech, Wachs, Siegellacknothwendig oder das Aufbewahren des Gefässes unter kal-