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1 (1855)
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141
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tem Wasser, welches durch Kochen von atmosphärischenGasen befreit ist.

Der Abschluss der Feuchtigkeit ist die zweite Haupt-bedingung zur Konservirung eines grossen Theils der Arz-neikörper, und mit Erfüllung dieser Bedingung ist eine G'äh-rung sowie auch die Milbenerzeugung unmöglich. Die Auf-bewahrung in gut verschlossenen und den Zutritt der Luftabhaltenden Gefässen würde ihren Zweck besonders in Be-zug auf die nicht flüssigen organischen Arzneikörper gänz-lich verfehlen und der Vermoderung allen Raum lassen,wenn nicht zugleich die Feuchtigkeit möglichst abgeschlos-sen wäre. Eine gute Verschliessung des Gefässes und(vorsichtiges!) Austrocknen des Arzneistoffes sind um sonothwendigere Erfordernisse als die meisten Körper gewöhn-lich auch hygroskopischer Natur sind. Die Austrocknungder Wurzeln, Hölzer, Blätter, Blumen etc. muss bei massiger(gewöhnlich 4- 40° C. nicht übersteigender) Temperatur soschnell als möglich bewerkstelligt werden. Kann man hierzu dieSonnenwärme nicht benutzen, so muss man zur Anwendungeiner künstlichen Wärme schreiten. Die Austrocknung ge-schieht dann in geeigneten Räumen, durch welche warme Luftströmt. Da wo in den Officinen Dampfapparate im Gebrauchsind, ist die Anlegung von Trockenräumeri auch nicht er-schwert. Mohrs pharmaceutische Technik giebt empfehlens-werthe Einrichtungen verschiedener Trockenöfen an. Vege-tabilien werden in diese Trockenräume nur dann hineinge-bracht, wenn sie bei mittlerer Temperatur schon halb über-trocknet sind und einige Härte oder Steifigkeit erlangt ha-ben. Sind sie noch weich und enthalten sie noch viel Feuch-tigkeit , so sinken sie übereinandergeschichtet, durch dieWärme noch mehr erweicht, zusammen, kleben aneinanderund bilden Klumpen oder dichte Schichten, deren Ober-fläche nur von der Luft berührt ausgetrocknet wird, wäh-rend in ihrem Innern die Gährung und Vermoderung vonder Wärme begünstigt vorschreitet. Den Grad der gehöri-gen Austrocjtnung eines weichen Vegetabils erkennt manim Allgemeinen daran, dass es leicht bricht, zwischen denFingern oder im Mörser leicht zu Pulver sich zerreiben