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1 (1855)
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körper, wie Kautschuk, Gutta percha, welche sich in denMilchsäften mehrerer Pflanzen in emulsionsartiger Verkei-lung vorfinden und durch Eintrocknen dieser Milchsäfte ge-wonnen werden. Sie sind völlig amorph, in Wasser undWeingeist unlöslich, dagegen löslich in reinem Aether, Stein-kohlenöl und einigen andern flüchtigen Oelen. In ihremreinen Zustande sind sie (ausser Viscin) als Kohlenwasser-stoffe anzusehen.

Die Gummiharze, wie Ammoniak, Stinkasand, Eu-phorbium, Galbanum, Myrrha, Opium, sind Gemenge vonHarzen, flüchtigen Oelen und Gummi. Sie werden durchEintrocknen der Milchsäfte verschiedener Gewächse gewonnen.Farbestoffe und Chromogene

sind im Pflanzenreich ungemein verbreitet. In ihrem Ver-halten schliessen sie sich meist den Säuren an, nur einzelnewenige, wie z. B. Berberin, haben basische Eigenschaftenoder sind indifferent. Der grösste Theil ist ternär zusam-mengesetzt. Sie bestehen nämlich aus Kohlenstoff, Wasser-stoff und Sauerstoff, und nur in einigen Fällen tritt Stick-stoff hinzu, wie z. B. im Indigo. Die Farbestoffe oder Pig-mente sind hauptsächlich in den Pflanzentheilen angehäuft,welche dem Lichteinflusse ausgesetzt sind; die Chromogene(xeafjcc Farbe, yevvaeiv erzeugen, also Farbe erzeugende Stoffe)dagegen finden sich mehr in den inneren, dem Lichte ent-fernteren Zellschichten des Pflanzenkörpers. Während dieFarbestoffe sich eben durch ihre Farbe auszeichnen undkenntlich machen, sind die Chromogene farblose oder kaumgefärbte Stoße, welche in der elementaren Zusammensetzungzwar den Farbestofien ähnlich sind, aber erst durch denEinfluss von chemischen Agentien oder durch Aufnahme an-derer Stoffe (Ammon, Sauerstoff) in ihre Zusammensetzungzu Farbestoffen werden. Umgekehrt lassen sich einige Pig-mente in Chromogene (z. B. Indigo in Indigweiss) zurück-führen. Wahrscheinlich hat jeder Farbestoff ein Chromogenzu seiner Grundlage.

Die Farbestoffe werden durch Einfluss des direktenSonnenlichts (Bleichen), durch Wärme oder Erhitzen, Oxy-dation (Chromsäure, Wasserstoffsuperoxyd), Einwirkung von

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