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1 (1855)
Entstehung
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Einige flüchtige Oele bilden sich erst in Folge der Ein-wirkung vegetabiler Stoße auf einander unter Beihülfe vonWasser (Bittermandelöl, Senföl), andere sind Produkte derGährung, und werden Fermentöle genannt.

Die flüchtigen Oele sind gewöhnlich Gemenge zweieroder mehrerer flüchtigen Oele, von denen häufig das einebei gewöhnlicher Temperatur erstarrt und sich von dem an-deren flüssigen trennt. Der feste Theil wird Stearopten,der flüssige Elaeopten genannt. Ein Stearopten ist derKamfer.

Sauerstoff freie Oele oder Kohlenwasserstoffe sind z. B.das Terpentinöl, Citronenöl, Wacholderbeeröl, Sadebaumöl.Sauerstoff enthaltende Oele sind z. B. Kamfer, Bergamott-öl, Zimmtöl, Baldrianöl, Gewürznelkenöl, Pfeffermünzöl.Schwefelhaltige flüchtige Oele liefern die Alliaceen und Cru-eiferen (Senföl).

Harze.

Die Harze sind wenig gefärbte oder farblose, spröde,leicht schmelzbare, in Wasser unlösliche, in Aether, Wein-geist, flüchtigen und fetten Oelen mehr oder weniger leicht-lösliche Substanzen. Sie sind meist Nichtleiter der Elek-tricität und auch nicht flüchtig, aber wegen ihres ge-ringen Sauerstoffgehalts brennbar. In einigen Pflanzen-familien kommen sie in bedeutender Menge vor und fliessenmit Wasser, Gummi, flüchtigen Oelen vermischt aus zufäl-ligen oder absichtlich gemachten Verletzungen der Gewächseaus. Wie die meisten flüchtigen Oele, aus denen in vielenFällen durch Sauerstoffaufnahme (Verharzung) Harze ent-stehen , aus mehreren flüchtigen Oelen zusammengesetztsind, so sind auch die Harze wiederum Gemenge verschie-dener einfacher Harze, welche sich durch Anwendung ver-schiedener Lösungsmittel trennen lassen.

Die Harze sind gemeinlich Säuren oder indifferent.Beide Arten unterscheiden sich dadurch von einander, dassdie indifferenten Harze in kaustischen Alkalien unlöslich sind,die sauren aber damit lösliche Salze bilden.

Harze sind z. B. Kolofon, Elemi, Mastix, Benzoe,Guajak. Den Harzen schliessen sich an die Kautschuk-