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1 (1855)
Entstehung
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129
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arten), eine Verbindung von Glyceryloxyd und Oleinsäure(Elai'nsäure, Oelsäure).

Das Olin, der Hauptbestandteil der trocknenden Oele,ist eine Verbindung von Glyceryloxyd mit Olinsäure.

Durch Verseifung der Fette, bei welcher die Basen, wieKali, Natron, Bleioxyd, sich mit den gedachten Fettsäurenverbinden und damit Seife bilden, wird das Glyceryloxydals Glyceryloxydhydrat, Glycerin, ausgeschieden. Dieses hateinen süssen Geschmak und zerfällt durch Einwirkung vonHefe in Wasser und Metacetonsäure. Erhitzt bildet es eineflüchtige die Augen starkreizende Substanz, das Akrolei'n.

Die Muskatbutter enthält myristicinsaures Glyceryloxydoder Myristicin, das Kokosnussöl enthält kokcinsaures Gly-ceryloxyd oder Kokein. Das Wachs, womit die Natur vielePflanzentheile in Form eines dünnen (graugrünen) Anflugsüberzieht und welches von vielen Pflanzen auch in grösse-ren Mengen erzeugt wird, enthält kein Glyceryloxyd (auchdas Bienenwachs), sondern die Stelle desselben wird wahr-scheinlich durch (das hypothetische) Ceryloxyd vertreten.Das japanische Wachs giebt bei der Verseifung Glycerinund Palmitinsäure.

Flüchtige Oele.

Die flüchtigen oder ätherischen (wesentlichen) Oele werdenin besonderen Zellen oder Drüsen abgeschieden und sind dieUrsache des Geruchs der Pflanzen. Man gewinnt einigeflüchtige Oele durch Auspressen (Citronenöl, Bergamottöl),oder durch Destillation der Pflanzentheile mit Wasser, auswelchem sie sich abscheiden (Kümmelöl, Rosenöl, Fen-chelöl etc.). Es giebt flüssige und feste flüchtige Oele. Siesind sehr flüchtig und verbrennen mit leuchtender russen-der Flamme. Ihr Siedepunkt ist ungefähr bei 150°. InWeingeist und Aether sind sie leicht löslich, sehr wenig inWasser, dem sie den ihnen eigenen Geruch und Geschmackmittheilen. Auf Papier machen sie' einen verschwinden-den Fettfleck. Viele haben eine starke Neigung Sauerstoffaus der Luft aufzunehmen, wodurch sie dickflüssiger wer-den und in harzartige Körper sich umwandeln, andere gehendurch Sauerstoffaufnabme in gewisse Säuren über.

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